Was wäre der Frühling ohne Flieder?
Nur halb so schön, oder?
Und ein Seifenvorrat ohne Fliederseife? Ist eindeutig unvollständig! Dieses Manko habe ich endlich wieder ausgeglichen. Wobei mein Seifenvorrat aus Seifensiedersicht immer noch leicht unvollständig ist: Die Fenchelseife geht zur Neige, Lavendelseife fehlt, eine schneeweiße pure Salzseife wäre auch nochmal schön und die obligatorische reine Olivenölseife sollte man eigentlich auch immer auf Vorrat haben …
Aber hier ist erstmal meine Fliederfee:
Und ich freu mich, dass ich im März ans Sieden gedacht habe, denn jetzt ist sie schon ausgereift und kann benutzt werden!
Flohmarktzeit
Endlich scheint die Sonne, es ist warm, alles wächst und grünt und blüht und die Flomärkte werden wieder größer. Heute ist hier zwar auch bestes Flohmarktwetter, aber mich zog es zu einer Haushaltsauflösung in der Nähe.
Passend zur bunter werdenden Welt da draußen habe ich einige bunte Baumwollgarnreste und bunte Stoffe erstande. Es sind auch ein paar dezente Stoffe und Kunstlederstücke dabei und eine schlichte weiße Vase von Melitta. Nicht zu vergessen ein “Handarbeits- und Bastelgerät” aus der Reihe “Das aktuelle Hobby”, das in den Siebzigern mal 3,25DM gekostet hat. Ich habe eben ein Herz für alte Handarbeitsgeräte.
Lieblingsfarbe – diesmal unbeabsichtigt
Die erste Seife in diesem Jahr ist ein fast ganz klassisches Viertelrezept:
- 25% Kokosfett
- 25% Palmfett
- 25% Olivenöl
- 25% Erdnußöl
Eigentlich sollte die Seife blau werden, aber ich schätze ich war viel zu sparsam mit dem Pigment Ultramarinblau. Durch die Mischung mit den Fetten ist es immerhin ein schönes Grün geworden, und gegen meine Lieblingsfarbe kann ich ja nix einzuwenden haben!
Beduftet mit einer frisch-herben Mischung aus Parfümölen und ansonsten ganz unspektakulär und nicht marmoriert, da ich die neuen Kudos-Stempel für den Shop ausprobieren wollte. Das hier sind meine derzeitigen Lieblingsmotive:
Und dann ist gleich noch eine zweite Seife entstanden: Blumig und frühlingshaft! Aber dazu ein andermal mehr!
Es lieselt um mich herum
Nachdem mich das Thema Strickliesel in den letzten Wochen quasi verfolgt hat habe ich heute auf dem Flohmarkt ein Exemplar für 50 Cent ergattern können. In der schönen bunten Verpackung ist neben der Liesel sogar noch die Anleitung vorhanden. Aber halt: es ist gar keine Liesel sondern eine Susel!
Meine Liesel aus Kindertagen gibt es auch noch, aber damit lieselt es sich nicht so komfortabel, da nur einfache Nägel im “Kopf” stecken.
Und hier sind ein paar Lieselinspirationen, über die ich in den letzten Wochen gestolpert bin:
Blümchen, kann ich mir auch als Geschenkedeko vorstellen
Die marie claire idées enthielt in der Ausgabe 88 auch ein paar schöne Ideen, leider sind die wohl (noch) nicht online zu finden. Ein Klick auf den Link lohnt sich aber auf jeden Fall.
Gläserne Seifenschale
Futsch ist mein letzter Eintrag zu meiner neuen zweckentfremdeten bzw. recycelten Seifenschale … irgendein Spaßvogel hat sich wohl in meinen Blog gehackt und den Eintrag gelöscht.
Aber davon lasse ich mir nicht die Laune verderben, die Bilder sind noch da! Deshalb ohne viele Worte eine kleine Vorher-Nachher-Show:
So habe ich sie auf einem Flohmarkt im letzten Jahr gefunden:
Und so sieht ihr neues Wirkungsfeld in meinem Badezimmer aus:
Das unterhaltsame Textilbuch und andere Bücher
Es ist nicht so, dass ich Bücher nur zum Auseinandernehmen gern habe, nein ich verschlinge lese auch sehr gerne Romane und Krimis oder Fach- und Anleitungsbücher. Deshalb halte ich die Augen immer gerne nach Büchern aller Art auf. Eine tolle Sache sind für mich öffentliche Bücherschränke, die es wohl in immer mehr Städten gibt. Bei meinem letzten Besuch an einem Bücherschrank habe ich diese zwei Bücher gefunden, die nicht nur farblich zueinander passen sondern auch beide aus dem Jahr 1949 stammen.
Das Buch rechts habe ich nicht nur wegen seines hübschen Einbandes, sondern auch wegen dem schön altmodischen Titel “Herrn Buses absonderliche Brautfahrt” mitgenommen. Es spielt in den 1930ern, doch die Brautfahrt des Herrn Buse könnte im Grunde auch eine Vorlage für einen aktuellen Hollywood-Schinken oder eine Schmonzette für eins der Dritten Fernsehprogramme sein. Nach einigen Irrungen und Wirrungen gibt es (natürlich) ein Happy-End. Schon interessant, dass sich da innerhalb von fast 70 Jahren gar nicht so viel geändert hat. Außer natürlich die Sprache.
Das Unterhaltsame Textilbuch für Käufer und Verkäufer vom Rohstoff bis zur Fertigware musste nataürlich auch mit. Und schon mit dem ersten Satz fängt es sehr unterhaltsam an
Und es geht natürlich auch sehr informativ zu …
Und sogar einige Seiten zur Schirmherstellung gibt es:
Diese Bücher, ein Mitbringsel von Siggi, warten zusammen mit einigen andern auf eine Weiterverarbeitung.
Einige sind mittlerweile schon “ausgenommen”, Drahtbindeteile liegen bereit, bald können daraus Notizbücher werden.
Arbeitstitel Vetiver-Seife
Meine neueste Seife ist eine Soleseife. In der Duftmischung befindet sich ein großer Anteil an ätherischem Vetiveröl, deshalb erstmal dieser Arbeitstitel. Ein klein wenig geärgert hat mich die seife schon, denn in den Formen bildete sich um die Seifenstücke herum eine salzig-laugige Flüssigkeit, ich musste die Seifen nach dem Ausformen erstmal trockenlegen. So ganz klappte das bei den zum Teil vielen kleinen Vertiefungen nicht, so dass an diesen Stellen nun Salzkristalle die Seife zieren.
Mein Versuch, beim Arabesque-Tray, der hier zu sehen ist genauso vorzugehen wie beim Bubbles-Tray letztens ist leider nicht so gut gelungen. Diesmal habe ich nicht lange genug gewartet bis die weiße Masse in den Vertiefungen fest wurde.
Aber erstmal ein kleiner Blick ins Trockenregal:
Und zum Schluss, damit ihr nicht den Eindruck bekommt ich wäre total gefrustet von meiner Seife
Die Farbe gefällt mir gut: Rosa Tonerde kombiniert mit sehr hellen und allenfalls leicht gelblichen Ölen (kein Olivenöl diesmal). Und die Duftmischung mag ich auch, aber das ist kein Wunder, denn da ist neben Vetiver auch ne Menge ätherisches Fenchelöl – eines meiner liebsten ÄÖs – drin:
22g ÄÖ Vetiver
16g ÄÖ Fenchel
4g ÄÖ Elemi
4g ÄÖ Blutorange
4g ÄÖ Palmarosa
3g ÄÖ Lavendel
2g ÄÖ Coriander
Ein Hauch von rosa ist noch da.
Aber nur ein Hauch. Den Namen “Rosa Schweinchen” hat sie sich damit nun nicht verdient. Obwohl der zu den Inhaltsstoffen schon passen würde …
Verseift habe ich Kokosfett, Erdnussöl, Schweineschmalz, Rapsöl, Palmfett und Sesamöl und beduftet diesmal ganz ohne wilde Mischung sondern einfach nur mit einem Parfümöl, das so ähnlich wie die weltbekannte Creme in der blauen Dose riecht.
Neben dieser Trayform konnte ich noch ein paar Einzelformen füllen bevor der Seifenleim zu dick wurde. Ich wusste ja, dass das Parfümöl nicht einfach zu handhaben ist, so habe ich gleich viel Wasser dazugegeben und den Leim ganz ordentlich in die Formen bekommen, nur ein paar kleine Luftbläschen sind zu sehen.
Ich hatte das große Vergnügen neue Silikonformen für den Shop zu testen. Leider auch hier wieder einige Luftbläschen. Aber die Form ist soooo schön, da machen mir auch die wenigen kleinen Löcher nichts aus.
Und nicht nur die Motive, auch das Ausformen ist einfach ein Traum, auch bei extrem weichen Seifen die in anderen Formen hartnäckig festhängen. Nein, nicht diese hier, die ging mit Einsatz des Gefrierfaches ganz gut raus, aber die hier schon erwähnte erste Seife des Jahres hing hartnäckig fest – trotz einfrieren – nur aus dieser rosigen Herzform ließ sie sich spielend leicht ausformen.
Zwei mal “na ja” …
Erstmal: Sieden in der Seifenküche ist toll! Und die Brombeeren haben sich nicht in meiner Küche verteilt – wobei das bei unserer Farbgebung in der Küche vielleicht gar nicht das ganz große Fiasko gewesen wäre.
Aber: Der herrlich weiße Seifenleim verfärbte sich nach Zugabe des PÖ rosa!!! Und in der Zwischenzeit nimmt der Brombeersirup mehr und mehr geleeartige Konsistenz an!!!
Doch es besteht noch Hoffnung: Die Seife hellt sich vielleicht noch etwas auf beim Trocknen und Reifen und bisher lässt sich der Sirup durch vorheriges Schütteln auch wieder aus der Flasche rausbewegen.
(Und jetzt erst auf dem Foto fällt mir auf, dass die letzte Zeile bei der Inhaltsangabe bei einigen Etiketten abgeschnitten ist … och mensch … das ist wohl nicht mein Tag heute.)
Neuigkeiten …
aus der Küche aus den Küchen:
Aus meiner Küche habe ich die Seife verbannt. Natürlich nicht Seife an sich – am Spülbecken muss natürlich immer ein Stück Küchenseife hängen – und natürlich habe ich das Seife Sieden nicht aufgegeben! Aber letzteres findet da nicht mehr statt.
Ich habe mir eine kleine separate Seifenküche eingerichtet, die morgen eingeweiht wird. Für die erste Seife stehen Schweineschmalz, Kokosfett und Sesamöl bereit, dazu kommt dann vermutlich noch ein helles raffiniertes Rapsöl und der Einweihungsseife in schneeweiß oder vielleicht auch zweifarbig steht nichts mehr entgegen.
Nur der Duft fehlt noch … seit ich gestern Nicoles Rosmarinseife entdeckt habe schwebt mir ein puristischer klarer Duft vor. Aber ob ich das schaffen würde nur ein ätherisches Öl zu benutzen, ganz ohne Duftmischerei? Ich werde morgen berichten
Derweil entsteht in meiner Küche der totale farbliche Kontrast zur geplanten Seife aus diesen schwarzen Schönheiten:
















