Archiv für die Kategorie „Marmorierungen“

Ringelminze die fünfte – was lange währt

Geschnitten ist sie, Fotos sind gemacht, nur noch das Etikett fehlt, dann macht sich jeweils ein Stückchen auf den Weg zu den Gewinnern. Und hier ist sie von ihrer schöneren Seite:
(Und wehe, es schreibt jetzt noch jemand was von Matschepampe oder Sodaasche … 😉 )

Den Ringelblumenblüten und der frischen Minze habe ich diesmal wieder farblich etwas nachgeholfen so dass die Topfmarmorierung besser rauskommt. Etwas Salz habe ich für die Härte zugegeben – wenn man genau hinschaut erkennt man kleine weiße Pünktchen, das sind die Salzkörner.
Ich bin ganz begeistert von der ovalen 3D-Form! Ich benutze seit fünf Jahren nur handgemachte Seife und hatte schon Seifen in allen möglichen Formen in der Hand. Für mich ist es was ganz besonderes ein absolut glattes von allen Seiten perfekt geformtes Seifenstück in der Hand zu halten das selbst gemacht ist und nicht aus irgendeiner Fabrik kommt! Aber: Immer nur glatte perfekte Seifenstücke wären mir dann doch auch zu langweilig!

Und ganz leise deute ich an, dass ich letzten huch ist ja mittlerweile schon vorletzten Monat noch ein paar weitere Seifen gesiedet habe von denen schon Fotos existieren …

Nachgesiedet: Ringelminze die Vierte

Es gibt wenige Seifen, die ich immer wieder siede … eigentlich nur zwei: Kaffeeseife und diese hier: Ringelminze, jetzt schon zum vierten Mal. Je nach verfügbaren fetten und ätherischen Ölen wird sie immer ein wenig anders, aber die Duftrichtung bleibt und das hier ist natürlich unverzichtbar:

Frische Pfefferminze und frische Ringelblumen!
Unschwer zu erkennen, dass ich diese Seife nicht in den letzten Tagen gesiedet habe, nein schon im Oktober ist sie entstanden, da habe ich die Gelegenheit genutzt, die letzten frischen Pflanzen zu ernten, um nicht ohne Ringelminze durch den Winter zu müssen 😉
Traditionell gieße ich die Ringelminze immer in einen Block (zum beweis 😉 siehe auch hier):

Aber dieses Jahr musste es auch noch eine kleine süße Ringelminzeschafherde werden. von dieser Herde habe ich euch das berühmte Gelbkopfschaf 😉 abgelichtet:

Und so riecht die Ringelminze dieses Mal: Diesen Beitrag weiterlesen »

Schneiden. Oder: Marmorieren – und dann?

Ich gebe es zu: Einen Artikel zum Thema Seife schneiden hatte ich schon seit dem Marmoriertechnikeintrag vom Februar vor … besser spät als nie 😉 … ich hoffe, es sind trotz der anhaltenden Flaute hier noch ein paar Leser da draußen, die das auch so sehen.

Hat man einen Seifenblock mehr oder weniger erfolgreich marmoriert und er ist bereit zum Schneiden sind die Gestaltungsmöglichkeiten noch lange nicht zu Ende! Durch die Art des Schneidens ergeben sich ganz unterschiedliche Effekte.
Erstens: Ganz klassisches Schneiden des Seifenblocks: Eine „Scheibe“ nach der anderen wird vom Block abgeschnitten. Je nach Marmorierung, Seifenleimdicke etc. ergeben sich feine oder grobe Marmorierungen, tropfenförmige Einschlüsse, wolkige Marmorierungen oder Gebilde, die einer CT-Aufnahme ähneln.
Was auch immer man zu Gesicht bekommt, man darf sich nicht scheuen auch mal anders zu schneiden, so bekommt die Seife mitunter ein ganz anderes Gesicht! (Lies: Auch nicht so schönen Marmorierungen kann so vielleicht doch noch ein wenig Charme entlockt werden.)
Zweitens: Quer Schneiden: Der Seifenblock wird theoretisch der Länge nach (ein oder mehrmals) horizontal durchgeschnitten. Praktisch mache ich es folgendermaßen: Ich schneide mir einen recht großen Klotz vom Block mit den Seitenmaßen des zukünftigen Seifenstücks ab (er ist nun nur 2-3 mal so dick wie ein normales Stück Seife), stelle diesen wiederum auf seine Schnittfläche und kann dann bequem von oben nach unten „Scheiben“ herunterschneiden, zwei oder drei je nach Dicke des Blocks. Gerade bei feinen Marmorierungen und solchen bei denen man den Seifenleim über die gesamte Länge der Form gegossen hat erhält man so einen schönen Maßerungseffekt.

Beispiele gefällig? Das sind größtenteils wieder keine neuen Seifen, aber zeigen ganz gut die verschiedenen Ergebnisse bei den verschiedenen Schnitten.
CT-Bild (Vertikalschnitt) rechts im Bild versus Horizontalschnitt links:

Klassisch vertikal geschnitte Seifenstücke hinten, stehend und aus dem gleichen Seifenblock horizontal geschnittene Seifenstücke, vorne liegend.

Ein Seifenblock, aufgeschnitten und „aufgeklappt“:

Vom gleichen Block: vertikal geschnitten:

Im linken Bild liegen alle Seifenstücke quasi in einer „Richtung“. In der Mitte ein ganz normales klassisch vertikal vom Block geschnittenes Stück, links und rechts daneben zwei „Blöcke“ die ich vom großen Seifenblock abgeschnitten habe und nochmal zerteilt habe. Rechtes Bild: Voilà, so unterschiedlich kann’s aussehen!

Weitere Beispiele für verschiedene Schnittrichtungen: Cool Water Seife, Ringelminze die Dritte.

Das horizontale Schneiden eignet sich auch bestens, wenn der Seifenblock sehr hoch geworden ist und die Seifenstücke sonst zu groß wären. Ich schneide einen Seifenblock auch gern zur Hälfte so, zur andern Hälfte anders. Dann gibt es die unterschiedlichsten Marmorierungen und ich kann mir große dicke und kleine dünne und kleine dicke und und und … Seifenstücke herausschneiden.

Marmorieren

Das Marmorien ist definitiv meine liebste Seifengestaltungstechnik. Einbettungen und Einleger mache ich hin und wieder auch, aber das bedarf doch immer ein bisschen Planerei. Und eine schöne Schichtseife habe ich nur einmal gesiedet. Dazu bin ich einfach zu ungeduldig. Marmorieren geht eigentlich immer und ich war bisher auch meistens mit den Ergebnissen zufrieden. Außerdem bleibt es spannend bis zum Schluß und die Marmorierung ist jedes mal anders.

Marmorieren im Topf ist dabei mein Favorit! Die Farben lassen sich gleichmäßig verteilen und ich vermeide das Problem zum Schluss von einer Farbe noch viel übrig zu haben weil ich mich bei den Mengen verschätzt habe. Mit dieser Technik ist es viel leichter die Marmorierung bis in alle Ecken eines Seifenblocks zu bringen was natürlich ganz besonders auch für Einzelförmchen gilt. Ich habe nämlich noch keine schön marmorierte Einzelseife per Marmorkuchentechnik hinbekommen.

Unter Marmorkuchentechnik verstehe ich das Marmorieren in der Form. Je nach Seifenmasse, Geschick und Übung ergibt das auch schöne Seifenstücke. Anfangs habe ich eher solche Stücke produziert wo eine Farbe eher unten und zweite Marmorierfarbe eher oben verteilt war:

Bei diesen beiden Seifen habe ich genau wie beim Marmorkuchen noch mit einem Löffelstiel mit kreisenden Bewegungen marmoriert. Entweder aufgrund fester Masse oder geringer Eingießhöhe ist die Marmorierung nicht weit nach unten vorgedrungen.
Das ist natürlich eine Sache der persönlichen Vorliebe, aber mir gefällt es nicht so gut.

Mit mehr Übung habe ich aber auch schönere Stücke hinbekommen:

Dabei ist es von Vorteil wenn die Seifenmasse noch eher Suppenkonsistenz hat.

Bei dieser Seife habe ich die verschiedenfarbigen Massen abwechselnd aus verschiedenen Höhen in die Blockform gegossen. Je höher ich das Gefäß zum Ausgießen halte und je dicker der Strahl desto tiefer dringt die zu gießende Masse in die schon gegossene Masse in der Form ein. Nehme ich nur etwas Seife in eine Kelle und lasse nur ganz wenig davon in die Form laufen dann bleibt die Masse eher an der Oberfläche.
Ein zusätzliches Marmorieren mit einem Löffel in der Form hätte bei der sehr dünnflüssigen Seifenmasse und der eh schon relativ filigranen Verteilung für eine zu starke Vermischung gesorgt.

Aber jetzt zum Marmorieren im Topf:

Die Seifenmasse wird auf mehrere Gefäße verteilt und gefärbt. Ein Teil kann im großen Topf bleiben. Nach und nach werden die andersfarbigen Massen wieder dazugeschüttet. Wenn meine Seifenmassen zu diesem Zeitpunkt noch eher cremesuppig sind verteile ich sie in Zick-Zack-Linien im ganzen Topf und achte darauf zwischendrin auch noch die Gießhöhe zu variieren. Je dünner der Strahl und je weniger ich mich an ein und derselben Stelle „aufhalte“ desto filigraner wird die Marmorierung später werden. Wenn alles wieder im Topf ist rühre ich nicht mehr um, damit sich die Farben nicht vermischen. Es sei denn die MAsse war schon angedickt und ich konnte sie dadurch nicht mehr über die ganze Fläche des Topfs verteilen, dann ist auch Umrühren erlaubt. Die marmorierte Seifenmasse wird dann in die Form gegossen. Bei einer Blockform kann man entweder „auf der Stelle gießen“ oder man wandert mit dem Seifengießstrahl von der einen in die andere Ecke der Form.
Damit lassen sich bei eher flüssiger Masse recht filigrane Marmorierungen erreichen. Ein paar Beispiele:

Und nicht zu vergessen der Goldene Oktober und die Cool Water Seife, ich glaube das waren 5 oder 6 verschiedene Farben.

Nicht zuletzt bekomme ich durch das Topf-Marmorieren auch erstmals schön marmorierte Einzelformenseifen hin:

Ist die Seife schon angedickt, wird vielleicht sogar gelig oder grießbreiig, ist aber trotzdem noch nichts verloren, die Marmorierung wird nur anders:

Diese beiden Seifen sind z.T. mit Lebensmittelfarben gefärbt, die ein wenig auslaufen und nicht so scharfe Konturen ergeben wie Kosmetikpigmente. Zusammen mit der etwas groberen Verteilung der Farben gibt das auch sehr schöne und wiederum ganz andere Effekte. Bei diesen beiden Seifen habe ich die Farben im Topf nochmal leicht vermischt. Es ist aber auch vorstellbar, je nach Verteilung, auch noch einmal in der Form mit dem Löffel durchzumarmorieren.

Trotz aller Technik und Übung ist es aber jedesmal wieder spannend und eine Überraschung wie die Stücke am Ende aussehen!

Ringelminze die Dritte

Diese Seife ist schon im Oktober entstanden. Ich muss zugeben, ich bin mit meinen Seifenfotos etwas hintendran.
Eine Seife, die ich nun zum zweiten Mal nachgesiedet* habe mit fast identischer Duft- und Fettmischung. Es sind die letzten frischen Ringelblumenblüten aus dem Garten drin und frische Pfefferminze! Nur die Marmorierung ist (natürlich) anders. Sie entstand aber wieder mal im Topf, mit relativ flüssigem Seifenbrei, daher ist sie auch so schön filigran.

So sah die relativ frische Seife vor dem Beschneiden der Kanten aus.

Und so sieht sie nun aus. Fast fertig, denn es fehlt nur noch ein nettes Etikett mit Ringelblume und Pfefferminze drauf.

*Für die Neugierigen: Die erste Version und die zweite Version.

Hafer, Milch und Honig

… fast schon ein Seifenklassiker 😉 Und auch noch ein Nachtrag aus dem Juli.

255g Rapsöl
245g Kakaobutter
222g Palmkernöl
205g Palmöl
100g Sojaöl
56g Rizinusöl
49g Macadamianußöl
24g Bienenwachs gelb
23g Lanolin
20g Arganöl, geröstet

Ziegenmilch
Honig
Haferflocken

Einen Teil (die hellere Seife ) habe ich unbeduftet gelassen. Den Rest habe ich mit HMH und Honey Milk beduftet und versucht mit Cosnaderms Sahne-Karamell, das ja bekanntlich dunkelbraun wird, zu marmorieren, aber das ist nicht sooo gut gelungen. Es ist auch verdammt schwierig, wenn zum Zeitpunkt des Marmorierens noch alles die gleiche Farbe hat. 😉 Das muss ich unbedingt nochmal üben! Vielleicht mit dem PÖ Frank ’n Myrrh, das ich neulich bekommen habe. Das soll auch braun werden … riecht aber unglaublich gut!

Neue Seifen im Juni

Ich habe wieder ein paar neue Seifen zu zeigen.

Die erste ist wieder mal eine Haarseife, diesmal mit Traubenkernöl, Avocadoöl, Kokos- und Rizinusöl. Das Traubenkernöl macht die Seife „leichter“ und die Haare sehr schön weich. Durch das hellgrüne Traubenkernöl, das dunkelgrüne Avocadoöl und den Kräutertee hat die Seife eine schöne hell-olivgrüne Farbe angenommen.

Und dann habe ich noch zwei Blumenseifen zu zeigen:

„La vie en rose“:
Eine Rosenseife mit viel Jojobaöl und einer bewährten Rosenduftmischung, die diesmal superschnell angedickt hat :-O Trotzdem ist die Marmorierung richtig schön geworden!

Fliederkönigin:
Wieder mit viel Jojobaöl, außerdem noch Kokosöl, und was sonst noch drin war fällt mir grade nicht ein … natürlich Fliederduft, leider kommt er in der Seife nicht ganz so authentisch durch. Die Farben sind auch nicht ganz so geworden wie gedacht, aber auch ganz schön.

Cool Water: 1 Seifenblock

… und 1000 Möglichkeiten!
Beim Aufschneiden eines marmorierten Seifenblocks ist sowieso jedes Stück Seife eine kleine Überraschung. Wenn man allerdings mal ein bisschen anders schneidet als gewöhnlich bekommt man ganz andere interessante Musterungen zu Gesicht!
Nach dieser „Erfahrung“ wird mir die Wahl, wie ich den fertigen Seifenblock aufschneide in Zukunft sicher sehr schwer fallen. 😉

Die Marmorierung entstand übrigens wieder „im Topf“. Das Parfümöl war so anständig nicht anzudicken, und mir gaaanz viel Zeit für das Anmischen von 5 oder 6 (ich weiß es gar nicht mehr genau) verschiedenen Farben zu lassen.

Cool Water

Goldener Oktober

Diese Seife habe ich am 5. Oktober gesiedet. Bei dem goldigen Oktober dieses Jahr (naja, zumindest der Anfang war’s) fiel mir die Namensfindung auch gar nicht so schwer. Zumal die Seife auch warm-herbstlich nach einer Mischung aus Ingwer, Nag Champa, Orange und Vanille duftet. Über die gelungene Marmorierung (die übrigens „im Topf“ entstanden ist) hab ich mich besonders gefreut! Es ist doch immer wieder ne spannende Angelegenheit den Seifenblock nach langem Warten anzuschneiden und sich vom Ergebnis überraschen zu lassen! 😎