Archiv für Mai 2008

Zwei auf einen Streich

… und zwar zwei Tauschgeschäfte sind hier in diesem Foto vereint:

Die gefilzten Fliegenpilze mit passender Karte habe ich von sany bekommen. Ein Fliegenpilz ist mit farblich passenden Perlen zu einem Schlüsselanhänger gearbeitet, die anderen sind noch ganz jungfräulich. Mal sehen, was ich mit denen anstelle, erstmal dienen sie einfach als Deko!
Die beiden Seifen hat Anemone mir geschickt: Es ist eine Gurke-Buttermilchseife (so eine hatte ich noch nie!) und eine Seife Mandelblüte (und nicht Mandelmilchseife wie ich vorher fälschlicherweise geschrieben habe – soviel Zeit muss sein!). Dabei war doch nur von einer Seife die Rede!
Vielen dank ihr beiden! Ich habe mich sehr über eure Briefe gefreut!
Beide Tauschpartnerinnen haben dafür von meiner Solemilchseife bekommen bzw. bekommen sie in den nächsten Tagen.

Klatschmohn

… ist eine meiner Lieblingsblumen. Ich finde die „zerknitterten“ Blätter und die leuchtende Farbe so faszinierend:

Seifenbilder

Es ist mal wieder Zeit dafür! So einige Seifen, die nun schon seit ein paar Monaten reifen habe ich noch gar nicht richtig hier vorgestellt. Deswegen gibt es heute mal einen Seifenrundumschlag:

Sandelholzseife – Dezember 2007
Die hatte ich schon ganz nebenbei in meiner „Abhandlung“ zum Marmorieren gezeigt:

Beduftet mit naturidentischem Sandelholz- und Geraniumöl und schon Ende letzten Jahres gesiedet.

Viva Colonia – Januar 2008
Beim Ansetzen der Duftmischung habe ich mich zuerst an einem Kölnisch-Wasser-Rezept orientiert, aber dann wurde sie doch anders. Der Name ist geblieben. Der Duft setzt sich unter anderem zusammen aus: Bergamotte, Basilikum, Tangarine, Eichenmoos, Petit Grain. Insgesamt sehr frisch! Auf Wunsch einer einzelnen Dame 😉 die genaue Duftmischung:
19g Bergamotte n.i.
6g ÄÖ Basilikum
4g ÄÖ Tangarine
4g PÖ Oakmoss
4g ÄÖ Petit Grain
3,2g ÄÖ Zitrone
3,1g PÖ Orangenblüte
2,7g ÄÖ Blutorange
2,5g ÄÖ Mandarine
2,1g ÄÖ Palmarosa
0,4g ÄÖ schwarzer Pfeffer

Verseift habe ich Erdnuss-, Oliven-, Kokos- und Palmöl, sowie Kakao- und Sheabutter.
Einige Einzelförmchen, in die ich zunächst anders gefärbte Seifenmasse gestrichen habe und dann mit blauer Seifenmasse aufgefüllt:

Einen anderen Teil der Seifenmasse habe ich im Block marmoriert, Bilder davon waren schon im letzten Eintrag zu sehen:

Plumeria Seife – Januar 2008
Bei dieser Seife habe ich zunächst erst nur sehr wenig gerührt, da das Parfümöl zum schnellen Festwerden neigt. In der Form hat die Masse sich dann wieder getrennt. Alles zurück in den Topf, etwas Wasser dazu, fleissig mit dem Stabmixer gerührt, dann konnte ich die Masse sogar auch noch in Einzelformen füllen! Leider blieb sie durch das zusätzliche Wasser und das verwendete Sesamöl sehr lange weich und beim Fototermin waren die rosa und hellblauen Plumerias aus den Einzelformen noch nicht ausformbar.

Solemilchseife – Februar 2008
Diese Seife enthält Sole, sowie Schafsmilch- und Büffelmilchpulver, eine frisch-blumige Duftmischung und verseiftes Olivenöl (58%), Kokosöl und Sheabutter (je 16%), Sesamöl (6%) und Sonnenblumenöl (4%).

Rosenseife und Rula – April 2008
Diese beiden Seifen habe ich mal wieder mit meiner Schwester zusammen gesiedet:

Eine Rosenseife (welche von beiden das ist, ist ja nicht schwer zu erraten, oder? 😉 ), die leider ziemlich andickte, aber dennoch ist die Marmorierung ganz nett geworden finde ich. Und eine frische sehr seifig riechende Seife mit einer erprobten Duftmischung (da könnte ich mich wirklich reinlegen!) und viel filigranerer Marmorierung.
Beide Seifen entstanden aus der gleichen Seifenmasse. Die Unterschiede in der Marmorierung ergeben sich einfach daraus, dass die Rosenseife schnell und eher apfelmusartig fest wurde, da war ein klassisches Marmorieren nicht wirklich möglich, das war eher ein Klecksen der verschiedenen Farben in die Form. Die rote Lebensmittelfarbe, die wir bei dieser Seife verwendet haben neigt auch eher dazu die Marmorierung eher schwammig aussehen zu lassen. Aber für mich passt das absolut zur Rosenseife dazu! Meine letzte sah auch so aus 🙂
Die andere Seifenmasse blieb zwar auch nicht vorbildlich flüssig, aber wurde eher sachte und so wie man es sich eben vorstellt puddingartig, so war das Marmorieren doch erheblich einfacher und im Ergebnis auch ganz anders.

Schneiden. Oder: Marmorieren – und dann?

Ich gebe es zu: Einen Artikel zum Thema Seife schneiden hatte ich schon seit dem Marmoriertechnikeintrag vom Februar vor … besser spät als nie 😉 … ich hoffe, es sind trotz der anhaltenden Flaute hier noch ein paar Leser da draußen, die das auch so sehen.

Hat man einen Seifenblock mehr oder weniger erfolgreich marmoriert und er ist bereit zum Schneiden sind die Gestaltungsmöglichkeiten noch lange nicht zu Ende! Durch die Art des Schneidens ergeben sich ganz unterschiedliche Effekte.
Erstens: Ganz klassisches Schneiden des Seifenblocks: Eine „Scheibe“ nach der anderen wird vom Block abgeschnitten. Je nach Marmorierung, Seifenleimdicke etc. ergeben sich feine oder grobe Marmorierungen, tropfenförmige Einschlüsse, wolkige Marmorierungen oder Gebilde, die einer CT-Aufnahme ähneln.
Was auch immer man zu Gesicht bekommt, man darf sich nicht scheuen auch mal anders zu schneiden, so bekommt die Seife mitunter ein ganz anderes Gesicht! (Lies: Auch nicht so schönen Marmorierungen kann so vielleicht doch noch ein wenig Charme entlockt werden.)
Zweitens: Quer Schneiden: Der Seifenblock wird theoretisch der Länge nach (ein oder mehrmals) horizontal durchgeschnitten. Praktisch mache ich es folgendermaßen: Ich schneide mir einen recht großen Klotz vom Block mit den Seitenmaßen des zukünftigen Seifenstücks ab (er ist nun nur 2-3 mal so dick wie ein normales Stück Seife), stelle diesen wiederum auf seine Schnittfläche und kann dann bequem von oben nach unten „Scheiben“ herunterschneiden, zwei oder drei je nach Dicke des Blocks. Gerade bei feinen Marmorierungen und solchen bei denen man den Seifenleim über die gesamte Länge der Form gegossen hat erhält man so einen schönen Maßerungseffekt.

Beispiele gefällig? Das sind größtenteils wieder keine neuen Seifen, aber zeigen ganz gut die verschiedenen Ergebnisse bei den verschiedenen Schnitten.
CT-Bild (Vertikalschnitt) rechts im Bild versus Horizontalschnitt links:

Klassisch vertikal geschnitte Seifenstücke hinten, stehend und aus dem gleichen Seifenblock horizontal geschnittene Seifenstücke, vorne liegend.

Ein Seifenblock, aufgeschnitten und „aufgeklappt“:

Vom gleichen Block: vertikal geschnitten:

Im linken Bild liegen alle Seifenstücke quasi in einer „Richtung“. In der Mitte ein ganz normales klassisch vertikal vom Block geschnittenes Stück, links und rechts daneben zwei „Blöcke“ die ich vom großen Seifenblock abgeschnitten habe und nochmal zerteilt habe. Rechtes Bild: Voilà, so unterschiedlich kann’s aussehen!

Weitere Beispiele für verschiedene Schnittrichtungen: Cool Water Seife, Ringelminze die Dritte.

Das horizontale Schneiden eignet sich auch bestens, wenn der Seifenblock sehr hoch geworden ist und die Seifenstücke sonst zu groß wären. Ich schneide einen Seifenblock auch gern zur Hälfte so, zur andern Hälfte anders. Dann gibt es die unterschiedlichsten Marmorierungen und ich kann mir große dicke und kleine dünne und kleine dicke und und und … Seifenstücke herausschneiden.