Archiv für Juni 2008

Aus dem Häuschen

Darf ich vorstellen: Ein Langzeitprojekt!
Schon vor mehr als einem Jahr – wahrscheinlich sind es eher zwei Jahre – habe ich aus roter Wolle das Dach gestrickt und dann in der Waschmaschine gefilzt. Endlich hat das Häuschen nun auch den „Unterbau“ bekommen. Normalerweise baut man ja andersrum hab ich mir sagen lassen, aber es ist doch noch gut ausgegangen! Das Häuschen steht!

Es hat eine Tür, insgesamt 9 Fenster und hübsche rosa-geblümte Vorhänge. Das Dach ist knallrot, einen Schornstein gibt es nicht 😉 denn es ist ein Passivhaus bzw. eher noch so etwas wie ein Plusenergiehaus, denn es ist ein weich gefüttertes Kuschelhaus, das sogar noch Wärme abgibt 😉
Das Häuschen ist nicht ganz rechtwinklig und ein bisschen krumm und schief, wie es sich für ein ordentliches Hexenhäuschen gehört.

Gerade ist es unterwegs zu seiner zukünftigen Eigenheimbesitzerin und ich hoffe, sie wird – zumindest ein bisschen – aus dem Häuschen sein, wenn es ankommt.

Meine Inspirationen zum Hausbau war vor allem Bella Dia, aber in letzter Zeit habe ich auch ganz wunderschöne, aber ganz andere Häuser bei Patchlisel gesehen. Klickt mal rein, vielleicht werdet ihr auch zu Häuslebauern 😉

Weiße Pracht …

jetzt im Sommer? Nein, kein Schnee! Ich war weder am Nordpol noch habe ich die Winterfotos rausgekramt!
Ich habe eine ganz andere „weiße Pracht“ fotografiert. Am 31. Mai habe ich eine ganz pure unschnörkelige, unbeduftete, ungefärbte weiße Salzseife gesiedet. So sieht sie aus:

Erstaunlicherweise ist sie tatsächlich richtig weiß geworden. Beim Sieden war ich mir da nicht so sicher, der Seifenleim wurde nämlich beim Rühren plötzlich orange-rot. Nach einer kurzen Schrecksekunde war mir dann auch der Grund klar: Die Lauge habe ich mit wenige Stunden gefrorenem Zuckerwasser angerührt und die Fette nach dem Schmelzen kaum abkühlen lassen. Als dann beides zusammenkam war noch alles ganz normal. Nach kurzem Rühren hat sich dann die Wärme der Fettmischung ausgebreitet und der Zucker in der Lauge ist karamellisiert. Dank einer großen Portion weißem Kokosfett und der dreifachen Fettmenge an feinem Salz ist die Seife doch noch so schön weiß geworden – ganz ohne Farbstoff!
Da Salzseife, wurde sie natürlich in viele Einzelformen gefüllt, unter anderem auch ein paar neue Milky Way Formen und eine kleine weiße Schafherde.
Und dann konnte ich drei Wochen nicht ausformen! Meine Geduld hat das ganz schön strapaziert, aber den Seifen ist es natürlich zu gute gekommen, denn sie kamen quasi schon von selbst raus und haben eine superschöne glatte Oberfläche. Bei einem ersten Test schäumt ein Probestück sogar richtig gut! Und das bei einer Salzseife – wow! Vielleicht sollte ich den Salzseifenleim in Zukunft immer ein bisschen warm werden lassen!

Freesia

Sie riecht frisch, blumig und grün. Dazu passend auch die Farbe: Grün! (Außerdem passt die Seife so auch wunderbar in diese Seite rein, oder?)

Ich habe gleich eine große Menge gesiedet und zwei Seifenblöcke gegossen. In die größere Blockform habe ich lange cremeweiße Seifenstangen eingebettet. Die Seifenstangen stammen von der Seife „Adam & Eva“. Davon hatte ich einen Teil des weißen Seifenleims in eine Blockform gegossen. Diesen Block habe ich dann der Länge nach in Stangen geschnitten. Das Einbetten hat hier trotz der langen Lagerzeit sehr gut funktioniert, denn Adam & Eva ist eine eher weiche Seife und ich habe den Block erst vor dem Sieden von Freesia in Stangen geschnitten und nochmal mit Wasser angefeuchtet, so haben sich neue und alte Seife gut verbunden.
In eine zweite kleinere Blockform habe ich eine Schicht-Konfettiseife gegossen: Oben und unten je eine dünne Schicht hellgrüne Seifenmasse und in der Mitte die dunkler grüne Seifenmasse mit einer ganzen Menge „Seifenschnipseln“ vermischt. Diese Stücke habe ich zum Teil mit dem Wellenschneider geschnitten. Der ist mittlerweile übrigens auch im Shop zu haben.

Beim Rezept habe ich mich diesmal auf 4 Öle beschränkt: 35% Rapsöl (z.T. kaltgepresst, leider leider hat mein Vorrat nicht mehr ganz gereicht, so habe ich noch raffiniertes dazugegeben. Seit Fruchtwucht bin ich nämlich ein großer Fan von kaltgepresstem Rapsöl in Seife!), 30% Palmöl, 25% Kokosöl, 10% Jojobaöl. 8% überfettet.

Endlich!

Es funktioniert wieder! Und ich hoffe, das tut es nun auch wieder für längere Zeit, nachdem mein Weblog sich in den letzten paar Tagen sozusagen eine Online-Auszeit gegönnt hat.

Neue Seifenfotos warten nämlich schon auf die Veröffentlichung!