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Skandinavien häppchenweise
Bei Streifzügen durch Blogs entdecke ich immer wieder tolle Ideen und Anleitungen. Ganz oft setze ich mir Lesezeichen oder lade Anleitungen herunter. Aber ihr werdet es sicher ahnen: Meistens bleibt es dabei. Aber diesmal war das anders:
Anfang der Woche fing es an mit einer englischsprachigen Anleitung für “Fabric Paper Tape” . Papierklebeband habe ich da und Stoff sowieso. Was für ein Kleber dort benutzt ist habe ich zwar auf Anhieb nicht verstanden, aber da gab es schon Ideen womit man es mal probieren könnte.
Dann bin ich über einen anderen Blog gestolpert, der mich wieder an die Klebebandidee erinnert hat, nur diesmal etwas anders umgesetzt. Und dann bin ich noch da gelandet.
Dass die Idee biem Einknaufen immer noch in meinem Kopf spukte sieht man an meiner Beute:

Und dann musste gleich ausprobiert werden. Zunächst meine Lieblingsflohmarkt- und Second Hand-Beute der letzten Zeit: Atlanten! (Die kaufe ich ja eigentlich für andere Projekte, aber dazu später mal mehr.)
Hier: Skandinavien in handlichen Häppchen:

Das grüne Geschenkpapier:

Und dann Stoff auf Papierklebeband. Dazu habe ich Klebebandstreifen auf Prospekthüllenfolie geklebt. Diese Folie ist leider nicht so schön glatt, so dass das Wiederablösen nicht so einfach ist. Da muss ich für die nächste Bastelstunde mal nach Alternativen Ausschau halten. Aber das Papierklebeband ist rauh genug so dass Kleber und Stoff gut dran haften. Das Klebeband habe ich dann mit Klebestift eingestrichen und dann auf die linke Stoffseite gelgt – andrücken so dass sich keine Falten bilden – trockenen lassen – fertig ![]()

Das gleiche habe ich noch mit einer Papierserviette bzw. mit deren oberster Lage versucht (mein erstes Mal Serviettentechnik! :-O ), da scheint natürlich das braune Klebeband durch und der aufgetragene Klebstoff war doch etwas zu viel für die dünne Serviettenlage, aber mit etwas Geduld beim Trocknenlassen ist es doch noch geworden – es ist ganz links das rosa Blumenmuster.
Das ganze wurde dann gleich noch ausgetestet, bevor ich mich mit der anderen Einkaufsbeute beschäftigt habe (und dazu schreibe ich sicher irgendwann noch was):

Über das ganze Basteln mit Papier ist natürlich das Basteln am Blogoutfit etwas ins Hintertreffen geraten und ich habe leider immer noch diesen seltsamen Fingernagelheader da oben der bei dem schönen grünen Theme schon voreingestellt war.
Schneiden. Oder: Marmorieren – und dann?
Ich gebe es zu: Einen Artikel zum Thema Seife schneiden hatte ich schon seit dem Marmoriertechnikeintrag vom Februar vor … besser spät als nie
… ich hoffe, es sind trotz der anhaltenden Flaute hier noch ein paar Leser da draußen, die das auch so sehen.
Hat man einen Seifenblock mehr oder weniger erfolgreich marmoriert und er ist bereit zum Schneiden sind die Gestaltungsmöglichkeiten noch lange nicht zu Ende! Durch die Art des Schneidens ergeben sich ganz unterschiedliche Effekte.
Erstens: Ganz klassisches Schneiden des Seifenblocks: Eine “Scheibe” nach der anderen wird vom Block abgeschnitten. Je nach Marmorierung, Seifenleimdicke etc. ergeben sich feine oder grobe Marmorierungen, tropfenförmige Einschlüsse, wolkige Marmorierungen oder Gebilde, die einer CT-Aufnahme ähneln.
Was auch immer man zu Gesicht bekommt, man darf sich nicht scheuen auch mal anders zu schneiden, so bekommt die Seife mitunter ein ganz anderes Gesicht! (Lies: Auch nicht so schönen Marmorierungen kann so vielleicht doch noch ein wenig Charme entlockt werden.)
Zweitens: Quer Schneiden: Der Seifenblock wird theoretisch der Länge nach (ein oder mehrmals) horizontal durchgeschnitten. Praktisch mache ich es folgendermaßen: Ich schneide mir einen recht großen Klotz vom Block mit den Seitenmaßen des zukünftigen Seifenstücks ab (er ist nun nur 2-3 mal so dick wie ein normales Stück Seife), stelle diesen wiederum auf seine Schnittfläche und kann dann bequem von oben nach unten “Scheiben” herunterschneiden, zwei oder drei je nach Dicke des Blocks. Gerade bei feinen Marmorierungen und solchen bei denen man den Seifenleim über die gesamte Länge der Form gegossen hat erhält man so einen schönen Maßerungseffekt.
Beispiele gefällig? Das sind größtenteils wieder keine neuen Seifen, aber zeigen ganz gut die verschiedenen Ergebnisse bei den verschiedenen Schnitten.
CT-Bild (Vertikalschnitt) rechts im Bild versus Horizontalschnitt links:
Klassisch vertikal geschnitte Seifenstücke hinten, stehend und aus dem gleichen Seifenblock horizontal geschnittene Seifenstücke, vorne liegend.
Ein Seifenblock, aufgeschnitten und “aufgeklappt”:
Vom gleichen Block: vertikal geschnitten:
Im linken Bild liegen alle Seifenstücke quasi in einer “Richtung”. In der Mitte ein ganz normales klassisch vertikal vom Block geschnittenes Stück, links und rechts daneben zwei “Blöcke” die ich vom großen Seifenblock abgeschnitten habe und nochmal zerteilt habe. Rechtes Bild: Voilà, so unterschiedlich kann’s aussehen!
Weitere Beispiele für verschiedene Schnittrichtungen: Cool Water Seife, Ringelminze die Dritte.
Das horizontale Schneiden eignet sich auch bestens, wenn der Seifenblock sehr hoch geworden ist und die Seifenstücke sonst zu groß wären. Ich schneide einen Seifenblock auch gern zur Hälfte so, zur andern Hälfte anders. Dann gibt es die unterschiedlichsten Marmorierungen und ich kann mir große dicke und kleine dünne und kleine dicke und und und … Seifenstücke herausschneiden.
Ein paar Links
Wenn ich schon nicht dazu komme Fotos meiner letzten Nähprojekte oder Basteleien einzustellen so will ich euch wenigstens mit ein paar netten Links “versorgen”:
Die ersten beiden sind speziell für Helge ![]()
craftzine.com und der dazugehörige Blog. Dort sind immer wieder schöne, tolle und verrrückte Ideen und Anleitungen zu entdecken.
Und dann gibt es noch makezine.com, dort geht es ein wenig technischer (und noch verrückter) zu, auch mit Blog.
Dazu passt natürlich auch sehr schön : Whip Up, “a handcraft guide in a hectic world”.
Thriftcraft wird wohl nicht mehr weitergeführt, aber man kann noch in den Archiven stöbern.
Und ein paar neuentdeckte Blogs:
blog.betz-white.com
Howaboutorange
Stadtkinds-Welt
Drachenei
Viel spaß beim Schmökern und Surfen!
Tiny Happy Bag
Nachdem ich bei Filzela letztens diese zwei schönen Taschen gesehen habe, habe ich mir auch diese Anleitung nochmal rausgekramt, die ich mir vor laaaanger Zeit mal ausgedruckt habe, aber dann irgendwie wieder vergessen habe.
Und dann entstand – relativ schnell – diese schöne Tasche: Voilà, mein erster Tiny Happy Bag

Außen relativ schlicht, schöner schwerer blauer Stoff, dafür innen mit blau-rosafarbenem Blumenmuster. Aus dem Futterstoff habe ich auch den “Knopf” gemacht:

Ganz spontan ist dann der bestickte Kantenabschluß entstanden. Beim einnähen der beiden Innentaschen (auch in dunkelblau), die ich mit weißem Zierstich verschönert habe, kam ich auf die Idee auch an der äußeren Kante mit einem Zierstich entlangzunähen. Die besten Ideen sind doch meist die spontanen!
Stricken
Ich stricke hier und da immer mal wieder ein paar Reihen. Meistens Socken, glatt rechts, oder mal einen Schal. Nichts anspruchsvolles und ja bitte kein kompliziertes Muster! Vor einigen Monaten habe ich einen Wavy gestrickt. Allerdings nach einer deutschen Übersetzung dieses Musters. Aber auch das war nicht sonderlich anspruchsvoll. Nur rechte und linke Maschen
Aber dennoch sehr effektvoll und ein schöner Schal!
Gestern dann habe ich mich an etwas für mich wirklich Kompliziertes getraut: Ein Lochmusterschal: Branching Out (pdf). Nachdem ich im ersten Mustersatz die Umschläge falsch gestrickt habe und gar kein Muster zum Vorschein kam habe ich erstmal hier nachgeschlagen, wie so ein Umschlag wirklich geht. Und dann hat es auch funktioniert. Und siehe da: Es ist gar nicht so schwierig, wenn man sich einmal rangetraut hat!
Noch dazu sind die Mustersätze ziemlich übersichtlich bei diesem Schal: Insgesamt nur etwa 25 Maschen breit und ein Satz geht über zehn Reihen, davon kann man sich bei den fünf Rückreihen bei linken Maschen “ausruhen”.

Bisher habe ich nicht mehr als zehn Mustersätze gestrickt, es dauert also noch etwas bis das wirklich ein Schal ist, aber ich habe den Eindruck mit jedem gestrickten Satz werde ich schneller.
Wer weiß – vielleicht wage ich mich bald auch mal an das ein oder andere Strickstück, was auf meiner Liste “würde ich auch gerne mal stricken” steht, wo ich mich aber noch nicht dran getraut habe, weil nur rechte Maschen und immer die gleiche Technik so schön einfach ist.
• Socken an der Spitze begonnen (da hält mich die Ferse noch davon ab)
• Mrs. Beeton (da hapert es an meinen Strickenglischkenntnissen – nein, das gilt nciht mehr, ich sehe grade, es gibt ja auch davon eine Übersetzung!)
• ein Sommertop
• ein Pulli aus naturfarbener Wolle, vielleicht ein Rolli? (die Wolle liegt jedenfalls schon hier)
Das Papierschöpfen entdeckt
Ich habe es ja schon angedeutet: Ich habe Papier geschöpft! Und das ist so einfach! Und es gibt tausend Möglichkeiten! Kurzum: Ich bin begeistert!
Aber mal von vorne: Nachdem ich ja diese Anleitung gefunden hatte schien mir das ganze doch recht unkompliziert, und ich war schon fest entschlossen es auszuprobieren. Mir fehlte nur noch ein Schöpfrahmen. Fliegengitter aus richtigem Draht konnte ich zuerst mal keines finden … also wurde das Projekt aufgeschoben. Und dann bekam ich letzte Woche zwei Bücher zum Thema Papierschöpfen. Eines davon von Ingrid Ute Ehlers “Papierschöpfen für Einsteiger”, was ich sehr empfehlen kann. Die Autorin stellt auch alternative Schöpfrahmen vor, unter anderem ein Spritzschutzsieb, das man zum Braten nimmt. Das war schnell organisiert, und ich habe die ersten runden Papiere geschöpft.

In rosa und grün. Komplett aus “Altpapier”, also Papier, das mindestens schonmal einseitig bedruckt war. Gefärbt habe ich auch mit Recyclingpapier. Im rosaroten Papier sind noch ein paar gelbe Blütenblätter drin und im grünen sind zusätzlich noch Teekräuter und Orangenschalen drin.

Gestern habe ich mir dann auch endlich Schöpfrahmen gebaut. Wirklich nicht schwer, wenn man die richtigen Utensilien dafür beisammen hat! Und heute Nachmittag gibt es dann auch erstmals rechteckiges Papier bei mir!
Schneeflocke basteln
Bei mir sammeln sich mit der Zeit jede Menge Links als “Lesezeichen” in meinem Browser. Von Zeit zu Zeit muss ich da immer mal wieder aufräumen, und dabei habe ich diese Anleitung zum Schneeflockenbasteln entdeckt. Sie ist zwar auf Englisch, aber die Vokabeln sind nicht schwierig und die Bilder erklären eigentlich alles.
Ich habe schon meine erste Schneeflocke gebastelt. Einen schönen Platz für sie habe ich noch nicht gefunden, deshalb nur ein schnelles Detailbild im Vorbeigehen:

Dritter Feltalong startet heute
Heute startet der dritte Feltalong! Diesmal zum Thema Weihnachten.
Um was es geht ist hier zu lesen.
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Ich werde auf jeden Fall ein paar Seifenbälle einfilzen.
Dann möchte ich noch versuchen diese Anleitung für Filzdosen umzusetzen.
Und mal schauen, ob mir sonst noch was einfällt / gelingt.
Abnehmen – Zunehmen
Nein, es geht hier nicht um mein Körpergewicht, sondern nach langer Zeit mal wieder ums Stricken. Beim Surfen habe ich die Beschreibung für einen Diätschal bei Knittink gefunden. Eine tolle Idee!
Ich bin ja absolut kein Typ für Diäten, aber dieser Schal hat es mir angetan, und ich habe mit zwei kleinen Wollresten ausprobiert, wie der Schal bei meinen Strickkünsten aussehen würde. Und siehe da, er ist gelungen! Er würde mir besser gefallen, wenn er nur einfarbig wäre, aber was solls, die Wollreste haben grade so gereicht, und der zweite wird auch von den Farben her schöner! Und ein zweiter kommt bestimmt noch irgendwann! Denn das ist wirklich ein effektvolles Strickstück, das mir als “schlampiger” Strickerin – oder soll ich eher sagen unkonzentrierter Strickerin? – sogar sehr entgegenkommt: Obwohl ich es mit dem Maschenzählen nicht so genau genommen habe fällt es am fertigen Schal nicht auf!
Aber jetzt lasse ich ein Foto weitersprechen:

Weihnachtsbäumchen leicht gemacht
Weil Mau nachgefragt hat möchte ich mal kurz erklären, wie ich meine Weihnachtsbäumchen genäht habe.
1. Bäumchenstoff falten, die rechte Seite liegt innen. Den Stoff zusammenstecken, damit nichts verrutscht.
2. Ein Kreissegment darauf markieren.* Ich weiß nicht mehr welches Winkelmaß meine Segmente hatten, aber ich denke mal, dass es so ca. 40° gewesen sind. Das ergäbe dann (auseinandergefaltet) ein Kreissegment von 80°. Man kann das relativ beliebig variieren, ich hatte auch verschieden große Segmente und verschiedene Winkel, gut zu sehen auf diesem Foto an dem zweiten Baum von rechts.
Wichtig ist, dass man kein Dreieck, sondern ein Kreissegment markiert und ausschneidet. Von der Spitze bis zum Rand muss immer die gleiche Länge sein. Die untere Kante ist nicht gerade, sondern gerundet. Siehe Skizze.
3. An der offenen Seite zusammennähen. Siehe gestrichelte Linie.
4. Am unteren nun noch offenen Rand kann man nun den Umfang des Bäumchens abmessen und anhand dessen den Durchmesser für den Bodenkreis ausrechnen: Durchmesser=Umfang/pi. pi ist ca. 3,14159.
5. Einen Kreis eines anderen Stoffes in der ausgerechneten Größe plus Nahtzugabe ausschneiden und zu 3/4 drannähen an das Bäumchen. Auf rechts drehen. Ausstopfen.
6. Für stabilen Stand habe ich ein kleines Stoffsäckchen mit Dekosteinchen nach der Füllwatte, also ganz unten ins Bäumchen reingelegt.
7. Zunähen und auf Weihnachten freuen!
*Man kann den Stoff natürlich auch in nicht-zusammengefaltetem Zustand zurechtschneiden, aber man muss ihn ja zum Zusammennähen eh falten, und mir fiel es so auch leichter die Proportionen des Bäumchens abzuschätzen.