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Ringelminze VI

Nachdem ich letztens schon mit der mickrigen Ringelblumenernte dieses Jahr gehadert hatte und mich dann dazu entschieden habe ganz schnell eine Ringelminzeseife zu sieden bevor es zu spät ist und gar keine mehr da sind blühen sie nun als gäbe es kein Morgen. Tja was tun? Soll ich direkt eine zweite Ladung Ringelminzeseife sieden, wo die Gelegenheit so günstig ist und die Seife hier so beliebt? Also Nummer sieben direkt im Anschluss? Oder eine reine Ringelblumenseife? Oder beides?
Dabei sind noch “Reste” der Ringelminze VI da die in einer ganz anderen Seife verarbeiten werden wollen.

Aber erstmal zeige ich euch ein Foto der Nummer sechs – etwas grüner als die Vorgänger, aber ebenfalls wieder im Topf marmoriert und ähnlich beduftet:

Gerührt … nicht gesiedet

Das schöne an der Rührerei von Badesachen, Cremes etc. ist ja, dass man oft viel schneller fertig ist als mit einer Seife, man muss sich nicht in eine komplette Schutzausrüstung packen und es lässt sich auch mal “nebenbei” machen ohne die Küche in ein Seifenlabor zu verwandeln. Wer so wie ich seine Seife in der Küche siedet kann das sicher nachvollziehen.

Gestern sind nicht nur ;-) für einen Tausch ein paar Milchbadepralinen entstanden. Mit etwas Emulgator damit es keinen Fettrand in der Wanne gibt und mit einer kuscheligen Mischung aus ätherischen Ölen beduftet. Diese Pralinen schmelzen nicht auf der Zunge sondern im warmen Badewasser. Die Kalorien fliessen nach dem Genuss ganz ohne unangenehme Nebenwirkungen durch den Abfluss.

Das Rezept passt genau in eine Silikonpralinenform (gibt es auch bald in größerer Formenauswahl hier).
Und hier ist es:

40g Kakaobutter
30g Babassuöl
8g Mulsifan
36g Milchpulver
30g Stärke

Beduftet mit einer Mischung aus den ätherischen Ölen von Rosenholz, Geranium, Fenchel, Lavendel und Orange.

Gefunden!

Voilà – die “verschwundenen” Bilder ließen sich dann doch recht leicht wiederfinden:

Ich fange mal beim Duft an, denn für die Duftmischung habe ich ätherisches Tagetesöl verwendet, das pur ziemlich intensiv … nach … eigentlich einfach sehr intensiv krautig nach Pflanze, aber auch ein wenig unangenehm riecht. Nachdem ich es schon länger immer mal wieder geöffnet und wieder zugemacht hatte habe ich mich jetzt (also im September eigentlich schon) an eine Duftmischung gemacht. Zusammen mit anderen Blumen- und blumigen Düften wurde daraus ein krautiger, etwas herber Blumenduft rein aus ätherischen Ölen gemischt:

13g ÄÖ Palmarosa
7g ÄÖ Geranium
7g ÄÖ Orange süß
7g ÄÖ Ho
4g ÄÖ Tagetes
2g ÄÖ Lavendel

Der Duft harmoniert in der fertigen Seife ganz schön mit dem leicht durchkommenden Lanolinduft und dem ebenfalls etwas herben und ganz charakteristischen Duft vom grünen Avocadoöl.
Nachdem die Seife jetzt schon ein paar Monate alt ist ist sie schön hart geworden und schäumt üppig.

Für Interessierte noch das ungefähre Rezept:

40% Sheabutter
23% Avocadoöl
19% Palmkernöl
18% Lanolin anhydrid

Lieder hat die Seife noch keinen Namen … vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee?
Blumengarten darf sie allerdings nicht heißen, denn der Name ist schon für einen Seifenblock vergeben, der gerade noch aufs Schneiden wartet.

Seifenetiketten

So viele Seifen habe ich ja in letzter Zeit nicht gesiedet. Ok für Nicht-Seifensieder mag es vielleicht anders erscheinen, aber für Siederverhältnisse doch eher wenige: 10 Seifen innerhalb von 6 Monaten. Und endlich habe ich mir mal viel Zeit genommen um Etiketten für die Schätzchen zu gestalten und auszudrucken. Dabei fiel mir auf, dass auch zwei Seifen aus dem letzten Jahr noch etikettenlos waren – jetzt nicht mehr!

Einige bisher namenlose Exemplare wurden bei der Gelegenheit grade noch “getauft”: Gold Marie und Myro (huch … noch gar kein Foto online), Sesamsalabim, Eden und die graue Maus und die “Kalte Dusche” eine Salzseife mit frischer Minze und einer ordentlichen Portion Minzöl – supererfrischend und damit eine ideale Sommerseife. Besonders fotogon ist sie nicht, deshalb gibt es ein Foto ihrer schöneren “Schwester” der Lavendelsalzseife, die dafür einen langweiligeren Namen hat …

Superweiche Seife mag ich ja gar nicht

und trotzdem ist es passiert.
So eine weiche Seife habe ich wirklich schon lange nicht mehr fabriziert … seit der 1Öl-Traubenkernölseife oder so. Aber das Rezept an sich ist traumhaft, wenn man sich ein bisschen bei der Zugabe der Ziegenmilch zügelt:
48% Sesamöl
je 22% Kokos- und Palmöl
8% Sojaöl
Und der Vorteil an Seife, die nicht andicken will liegt klar und deutlich am größeren Zeitfenster fürs Marmorieren:

Duftmischung:
27g ÄÖ Lavendel
18g ÄÖ Fenchel
11g ä. Hoöl
4g ÄÖ Zitrone
2g Benzoeextrakt
36 Tropfen ÄÖ Patchouli

Der Duft muss sich noch ein wenig entwickeln, aber ich glaube, der wird klasse!

Salzseifendreierlei

Diese drei Salzseifen sind von Dezember bis Februar entstanden. Ich habe mit Babassuöl, Kokosfett, Lanolin, Zucker und Rizinusöl experimentiert, und die Ergebnisse gefallen mir alle gut! Endlich schäumende Salzseife dank Lanolin!
Die Seifen im Einzelnen von vorne nach hinten:
Die blaue “Pfeffer und Salz” mit Indigo gefärbt und beduftet mit einer ÄÖ-Mischung unter anderem mit Zedernholz, Eukalyptus und schwarzem Pfeffer.
Die rosafarbene ist mit Tonerde gefärbt und riecht nach Osmanthus.
Die beige-braune ist auch mit Tonerde gefärbt, eigentlich gelb-orange, aber die Parfümöle waren stärker. Die Duftmischung war ein Zufallsprodukt, aber absolut gelungen wie ich finde und gehört nun zu meinen Lieblingsdüften! Aber ob ich den Duft je wieder so hinbekommen werde? Ich habe zwar alles aufgeschrieben, aber das ein oder andere PÖ ist mir in der Zwischenzeit schon ausgegangen …

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Neueste Shampooseife

Ich habe wieder eine Shampooseife gesiedet.
Diesmal in … dreimal dürft ihr raten … genau: GRÜN!

Inhaltsstoffe: Verseiftes Avocadoöl und Rizinusöl, Orangenblütenhydrolat, ätherisches Rosmarinöl und Salz. Nur 1% überfettet.

Die Farben der Natur – Teil 1

Links oben: Kaffeeseife. Sehr starker Kaffee als Laugenflüssigkeit. Wird durch eine Gelphase schön braun. Nicht gegelte Seifen Kaffeeseifen bleiben meist recht hell.

Rechts oben: 54% grünes Avocadoöl. Rohseide macht das grün etwas dunkler, kräftiger.

Links unten: Salzseife mit rosafarbener und wenig roter Tonerde.

Rechts unten: Seife mit roter Tonerde.

Ringelminze die Dritte

Diese Seife ist schon im Oktober entstanden. Ich muss zugeben, ich bin mit meinen Seifenfotos etwas hintendran.
Eine Seife, die ich nun zum zweiten Mal nachgesiedet* habe mit fast identischer Duft- und Fettmischung. Es sind die letzten frischen Ringelblumenblüten aus dem Garten drin und frische Pfefferminze! Nur die Marmorierung ist (natürlich) anders. Sie entstand aber wieder mal im Topf, mit relativ flüssigem Seifenbrei, daher ist sie auch so schön filigran.

So sah die relativ frische Seife vor dem Beschneiden der Kanten aus.

Und so sieht sie nun aus. Fast fertig, denn es fehlt nur noch ein nettes Etikett mit Ringelblume und Pfefferminze drauf.

*Für die Neugierigen: Die erste Version und die zweite Version.

Einfach und gut

Gutes kann manchmal so einfach sein!
Z.B. eine Seife aus 70% Olivenöl und 30% Kokosfett.
Ok, es ist auch noch etwas mehr drin: Seide, Salz und ätherische Öle. Noch dazu habe ich nicht einfach nur Olivenöl genommen, sondern verschiedene Ölauszüge (Geürze, Salbei, Ringelblume und Johanniskraut) gemischt. Aber trotzdem bin ich von dieser einfachen Mischung schon jetzt nach 4 Wochen begeistert! Die Seife schäumt cremig und reichhaltig – was will man mehr? Achja, genau Duft! Der besteht in diesem Fall aus ätherischen Ölen:

15g Petit Grain
4g Lavandin
4g Elemi
1g Melisse indikum
1g Basilikum

Und eigentlich bräuchte die Seife auch noch einen Namen … leider fehlt mir da noch die zündende Idee.

Fazit: Eine super Mischung! Warum habe ich die noch nicht früher ausprobiert?

Nachtrag: Die seife hat jetzt einen Namen: Olissa