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Arbeitstitel Vetiver-Seife

Meine neueste Seife ist eine Soleseife. In der Duftmischung befindet sich ein großer Anteil an ätherischem Vetiveröl, deshalb erstmal dieser Arbeitstitel. Ein klein wenig geärgert hat mich die seife schon, denn in den Formen bildete sich um die Seifenstücke herum eine salzig-laugige Flüssigkeit, ich musste die Seifen nach dem Ausformen erstmal trockenlegen. So ganz klappte das bei den zum Teil vielen kleinen Vertiefungen nicht, so dass an diesen Stellen nun Salzkristalle die Seife zieren.

Mein Versuch, beim Arabesque-Tray, der hier zu sehen ist genauso vorzugehen wie beim Bubbles-Tray letztens ist leider nicht so gut gelungen. Diesmal habe ich nicht lange genug gewartet bis die weiße Masse in den Vertiefungen fest wurde.

Aber erstmal ein kleiner Blick ins Trockenregal:

Und zum Schluss, damit ihr nicht den Eindruck bekommt ich wäre total gefrustet von meiner Seife 😉

Die Farbe gefällt mir gut: Rosa Tonerde kombiniert mit sehr hellen und allenfalls leicht gelblichen Ölen (kein Olivenöl diesmal). Und die Duftmischung mag ich auch, aber das ist kein Wunder, denn da ist neben Vetiver auch ne Menge ätherisches Fenchelöl – eines meiner liebsten ÄÖs – drin:

22g ÄÖ Vetiver
16g ÄÖ Fenchel
4g ÄÖ Elemi
4g ÄÖ Blutorange
4g ÄÖ Palmarosa
3g ÄÖ Lavendel
2g ÄÖ Coriander

Endlich wieder: Seife!

Erinnert sich noch jemand, dass ich mal Seife gesiedet hab? Ja, ich tue es immer noch ;-): Mittlerweile ist die zweite Seife für dieses Jahr entstanden. Die erste zeige ich später mal, denn sie hängt zum Teil noch in den Formen fest (viel Olivenöl und Wasser …) und zum Teil handelt es sich um ein kleines Geheimprojekt, das erstmal noch unter Verschluss bleiben muss. Dabei hat die Nummer 1 aus 2011 schon einen Namen, während das zweite Werk noch namenlos ist. Vielleicht hat ja jemand eine Idee für mich?

Eine Premiere bei dieser Seife ist: Sie wird doppelt gebloggt.

Aber jetzt erstmal das Wichtigste: FOTOS!

Ein Detail des noch nicht zerschnittenen Bubble-Trays:
Bubbles

Und dann nochmal im Detail die verrückten Vögel:

Ich habe mal wieder einen Duft selbst gemischt, diesmal mit tatkräftiger Unterstützung des Herrn an meiner Seite. Der Duft ist frisch aber kräftig mit einem starken zitrussigen Fundament. Vom Duftcharakter her würde man wohl sagen ein Herrensommerduft, aber ich finde der geht immer und ganz sicher auch für die Damen der Schöpfung – zumindest für die, die kräftige und ein wenig herbe Düfte lieben.

Die Mischung besteht rein aus ätherischen Ölen:
15g Wacholder
13g Mandarine
8g Petit Grain
5g Fichte
2g Lemongras
knapp 1g Dill

Dafür ist die Fettzusammenstellung diesmal klassisch – um nicht zu sagen unspektakulär: Palm, Kokos, Olive und Raps.

Gerührt … nicht gesiedet

Das schöne an der Rührerei von Badesachen, Cremes etc. ist ja, dass man oft viel schneller fertig ist als mit einer Seife, man muss sich nicht in eine komplette Schutzausrüstung packen und es lässt sich auch mal „nebenbei“ machen ohne die Küche in ein Seifenlabor zu verwandeln. Wer so wie ich seine Seife in der Küche siedet kann das sicher nachvollziehen.

Gestern sind nicht nur 😉 für einen Tausch ein paar Milchbadepralinen entstanden. Mit etwas Emulgator damit es keinen Fettrand in der Wanne gibt und mit einer kuscheligen Mischung aus ätherischen Ölen beduftet. Diese Pralinen schmelzen nicht auf der Zunge sondern im warmen Badewasser. Die Kalorien fliessen nach dem Genuss ganz ohne unangenehme Nebenwirkungen durch den Abfluss.

Das Rezept passt genau in eine Silikonpralinenform (gibt es auch bald in größerer Formenauswahl hier).
Und hier ist es:

40g Kakaobutter
30g Babassuöl
8g Mulsifan
36g Milchpulver
30g Stärke

Beduftet mit einer Mischung aus den ätherischen Ölen von Rosenholz, Geranium, Fenchel, Lavendel und Orange.

Gefunden!

Voilà – die „verschwundenen“ Bilder ließen sich dann doch recht leicht wiederfinden:

Ich fange mal beim Duft an, denn für die Duftmischung habe ich ätherisches Tagetesöl verwendet, das pur ziemlich intensiv … nach … eigentlich einfach sehr intensiv krautig nach Pflanze, aber auch ein wenig unangenehm riecht. Nachdem ich es schon länger immer mal wieder geöffnet und wieder zugemacht hatte habe ich mich jetzt (also im September eigentlich schon) an eine Duftmischung gemacht. Zusammen mit anderen Blumen- und blumigen Düften wurde daraus ein krautiger, etwas herber Blumenduft rein aus ätherischen Ölen gemischt:

13g ÄÖ Palmarosa
7g ÄÖ Geranium
7g ÄÖ Orange süß
7g ÄÖ Ho
4g ÄÖ Tagetes
2g ÄÖ Lavendel

Der Duft harmoniert in der fertigen Seife ganz schön mit dem leicht durchkommenden Lanolinduft und dem ebenfalls etwas herben und ganz charakteristischen Duft vom grünen Avocadoöl.
Nachdem die Seife jetzt schon ein paar Monate alt ist ist sie schön hart geworden und schäumt üppig.

Für Interessierte noch das ungefähre Rezept:

40% Sheabutter
23% Avocadoöl
19% Palmkernöl
18% Lanolin anhydrid

Lieder hat die Seife noch keinen Namen … vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee?
Blumengarten darf sie allerdings nicht heißen, denn der Name ist schon für einen Seifenblock vergeben, der gerade noch aufs Schneiden wartet.

Nachgesiedet: Ringelminze die Vierte

Es gibt wenige Seifen, die ich immer wieder siede … eigentlich nur zwei: Kaffeeseife und diese hier: Ringelminze, jetzt schon zum vierten Mal. Je nach verfügbaren fetten und ätherischen Ölen wird sie immer ein wenig anders, aber die Duftrichtung bleibt und das hier ist natürlich unverzichtbar:

Frische Pfefferminze und frische Ringelblumen!
Unschwer zu erkennen, dass ich diese Seife nicht in den letzten Tagen gesiedet habe, nein schon im Oktober ist sie entstanden, da habe ich die Gelegenheit genutzt, die letzten frischen Pflanzen zu ernten, um nicht ohne Ringelminze durch den Winter zu müssen 😉
Traditionell gieße ich die Ringelminze immer in einen Block (zum beweis 😉 siehe auch hier):

Aber dieses Jahr musste es auch noch eine kleine süße Ringelminzeschafherde werden. von dieser Herde habe ich euch das berühmte Gelbkopfschaf 😉 abgelichtet:

Und so riecht die Ringelminze dieses Mal: Diesen Beitrag weiterlesen »

Seifenbilder

Es ist mal wieder Zeit dafür! So einige Seifen, die nun schon seit ein paar Monaten reifen habe ich noch gar nicht richtig hier vorgestellt. Deswegen gibt es heute mal einen Seifenrundumschlag:

Sandelholzseife – Dezember 2007
Die hatte ich schon ganz nebenbei in meiner „Abhandlung“ zum Marmorieren gezeigt:

Beduftet mit naturidentischem Sandelholz- und Geraniumöl und schon Ende letzten Jahres gesiedet.

Viva Colonia – Januar 2008
Beim Ansetzen der Duftmischung habe ich mich zuerst an einem Kölnisch-Wasser-Rezept orientiert, aber dann wurde sie doch anders. Der Name ist geblieben. Der Duft setzt sich unter anderem zusammen aus: Bergamotte, Basilikum, Tangarine, Eichenmoos, Petit Grain. Insgesamt sehr frisch! Auf Wunsch einer einzelnen Dame 😉 die genaue Duftmischung:
19g Bergamotte n.i.
6g ÄÖ Basilikum
4g ÄÖ Tangarine
4g PÖ Oakmoss
4g ÄÖ Petit Grain
3,2g ÄÖ Zitrone
3,1g PÖ Orangenblüte
2,7g ÄÖ Blutorange
2,5g ÄÖ Mandarine
2,1g ÄÖ Palmarosa
0,4g ÄÖ schwarzer Pfeffer

Verseift habe ich Erdnuss-, Oliven-, Kokos- und Palmöl, sowie Kakao- und Sheabutter.
Einige Einzelförmchen, in die ich zunächst anders gefärbte Seifenmasse gestrichen habe und dann mit blauer Seifenmasse aufgefüllt:

Einen anderen Teil der Seifenmasse habe ich im Block marmoriert, Bilder davon waren schon im letzten Eintrag zu sehen:

Plumeria Seife – Januar 2008
Bei dieser Seife habe ich zunächst erst nur sehr wenig gerührt, da das Parfümöl zum schnellen Festwerden neigt. In der Form hat die Masse sich dann wieder getrennt. Alles zurück in den Topf, etwas Wasser dazu, fleissig mit dem Stabmixer gerührt, dann konnte ich die Masse sogar auch noch in Einzelformen füllen! Leider blieb sie durch das zusätzliche Wasser und das verwendete Sesamöl sehr lange weich und beim Fototermin waren die rosa und hellblauen Plumerias aus den Einzelformen noch nicht ausformbar.

Solemilchseife – Februar 2008
Diese Seife enthält Sole, sowie Schafsmilch- und Büffelmilchpulver, eine frisch-blumige Duftmischung und verseiftes Olivenöl (58%), Kokosöl und Sheabutter (je 16%), Sesamöl (6%) und Sonnenblumenöl (4%).

Rosenseife und Rula – April 2008
Diese beiden Seifen habe ich mal wieder mit meiner Schwester zusammen gesiedet:

Eine Rosenseife (welche von beiden das ist, ist ja nicht schwer zu erraten, oder? 😉 ), die leider ziemlich andickte, aber dennoch ist die Marmorierung ganz nett geworden finde ich. Und eine frische sehr seifig riechende Seife mit einer erprobten Duftmischung (da könnte ich mich wirklich reinlegen!) und viel filigranerer Marmorierung.
Beide Seifen entstanden aus der gleichen Seifenmasse. Die Unterschiede in der Marmorierung ergeben sich einfach daraus, dass die Rosenseife schnell und eher apfelmusartig fest wurde, da war ein klassisches Marmorieren nicht wirklich möglich, das war eher ein Klecksen der verschiedenen Farben in die Form. Die rote Lebensmittelfarbe, die wir bei dieser Seife verwendet haben neigt auch eher dazu die Marmorierung eher schwammig aussehen zu lassen. Aber für mich passt das absolut zur Rosenseife dazu! Meine letzte sah auch so aus 🙂
Die andere Seifenmasse blieb zwar auch nicht vorbildlich flüssig, aber wurde eher sachte und so wie man es sich eben vorstellt puddingartig, so war das Marmorieren doch erheblich einfacher und im Ergebnis auch ganz anders.

Titanic

Was macht man aus einer bröckeligen Soleseife, die weiß und hellblau marmoriert ist und schön frisch riecht?
Mal die Gedanken schweifen lassen:
Solebrocken – Eisbrocken – Eisberg … Eisberg? Titanic? Warum eigentlich nicht?

Also habe ich eine Seifenmasse hergestellt, aus Kokosfett, Sheabutter, Olivenöl und Walnußöl, habe sie dunkel gefärbt, eher grün als blau, in Formen gegossen und dann die Eisberge / Eisbrocken / Solebröckchen in die noch weiche Seife gedrückt.

Beduftet habe ich mit einer Mischung die ein bisschen frisch und ein bisschen herb, aber total angnehm und unaufdringlich riecht:

28g ÄÖ Amyris
11g PÖ Sunflower
7g PÖ Nag Champa
3g ÄÖ Litsea Cubeba
2g ÄÖ Pfeffer
1g ÄÖ Dill

Amyris ist eigentlich ein ätherisches Öl mit dem ich nicht so recht was anfangen konnte, bisher. Ich finde, es riecht einfach so nichtssagend. Aber in der Mischung gefällts mir!

Superweiche Seife mag ich ja gar nicht

und trotzdem ist es passiert.
So eine weiche Seife habe ich wirklich schon lange nicht mehr fabriziert … seit der 1Öl-Traubenkernölseife oder so. Aber das Rezept an sich ist traumhaft, wenn man sich ein bisschen bei der Zugabe der Ziegenmilch zügelt:
48% Sesamöl
je 22% Kokos- und Palmöl
8% Sojaöl
Und der Vorteil an Seife, die nicht andicken will liegt klar und deutlich am größeren Zeitfenster fürs Marmorieren:

Duftmischung:
27g ÄÖ Lavendel
18g ÄÖ Fenchel
11g ä. Hoöl
4g ÄÖ Zitrone
2g Benzoeextrakt
36 Tropfen ÄÖ Patchouli

Der Duft muss sich noch ein wenig entwickeln, aber ich glaube, der wird klasse!

Salzseifendreierlei

Diese drei Salzseifen sind von Dezember bis Februar entstanden. Ich habe mit Babassuöl, Kokosfett, Lanolin, Zucker und Rizinusöl experimentiert, und die Ergebnisse gefallen mir alle gut! Endlich schäumende Salzseife dank Lanolin!
Die Seifen im Einzelnen von vorne nach hinten:
Die blaue „Pfeffer und Salz“ mit Indigo gefärbt und beduftet mit einer ÄÖ-Mischung unter anderem mit Zedernholz, Eukalyptus und schwarzem Pfeffer.
Die rosafarbene ist mit Tonerde gefärbt und riecht nach Osmanthus.
Die beige-braune ist auch mit Tonerde gefärbt, eigentlich gelb-orange, aber die Parfümöle waren stärker. Die Duftmischung war ein Zufallsprodukt, aber absolut gelungen wie ich finde und gehört nun zu meinen Lieblingsdüften! Aber ob ich den Duft je wieder so hinbekommen werde? Ich habe zwar alles aufgeschrieben, aber das ein oder andere PÖ ist mir in der Zwischenzeit schon ausgegangen …

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Tiefseeseife

Diese Seife entstand aus der gleichen Grundmasse, wie die Grüne im letzten Eintrag, die übrigens mittlerweile Nebelseife heißt. Auch bei der blauen Tiefseeseife finde ich die Duftmischung ziemlich gelungen. Es sollte ja eigentlich ein „Männerduft“ werden, naja ist es ja auch. Aber jetzt gefällt mir die Seife so gut … ich weiß nicht, ob ich sie mit irgendeinem Mann teilen möchte 😉
20g PÖ Oakmoss
7g PÖ Basilikum Limone
6g PÖ Amber

Nachtrag: Die Seife heißt nun Odysseues.