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Ausgeformt – 10 Tage später

So sieht die Seife mittlerweile aus: Eine fast schwarze Venus.
Die Seifenform ist übrigens der so genannten Venus von Willendorf nachempfunden – einer Kalksteinfigur aus der Altsteinzeit – schlappe 27.000 Jahre alt.

Aber bei den ausführlichen Berichten über die Farbveränderung will ich es nicht belassen, denn das was da so schön dunkelbitterschokobraun geworden ist hat es auch in sich. Ich habe zum ersten Mal mit richtig viel Kürbiskernöl gearbeitet und ich bin schon gespannt aufs erste Anwaschen der Seife.
Im Rezept tummeln sich:
50% Sheabutter
33% Kürbiskernöl und
17% Palmkernöl
Dazu kamen nur noch Lauge, Ziegenmilch und Vanillin – ziemlich puristisch.
Überfettet habe ich die Seife aufgrund der superpflegenden Fette „nur“ 6%.

Und weil ich die Seife so schön finde – nicht nur als Venus – noch ein Foto:

Aber da war doch noch was … Genau: Die zweite ausgeformte Seife. Ebenfalls 10 Tage „danach“ wieder fotografiert:

Diese Seife ist auch nochmal deutlich dunkler geworden, aber die Farbe gefällt mir nicht so gut wie die der Anderen. Die kleinen roten Akzente sind zwar ganz nett, aber das Braun ist trotzdem irgendwie so durchschnittlich und nichtssagend …

Auch zu der Seife noch ein paar Worte zu den „inneren“ Werten:
Ich habe 80% kaltgepresstes Rapsöl und 20% Kokosfett verseift. Dazu kam noch ein klein wenig Salz in die Lauge und ein herb-süßer Duft nach Ingwer, Moschus, Orange und Honig.
Da ich die Seife in eine Tray-Form gegossen und warm eingepackt hatte gelte sie sehr schön, ließ sich super ausformen und war direkt schön fest. Kleinere Einzelförmchen, die ich nicht isoliert hatte hatten keine Chance auf eine Gelphase und blieben dadurch auch viiiiel weicher. So auch dieses immer noch nicht ausgeformte Stück:

Ausgeformt – 2 Tage später

Diese Fotos sind jetzt ganz frisch von heute nachmittag.
Die Vanille-Kürbisseife ist schon extrem nachgedunkelt. Man konnte praktisch zuschauen wie sie stündlich dunkler wurde. Ich bin gespannt ob sich das noch steigert. Der Rückenfarbe der Venus nach zu urteilen (man sieht auch auf dem Foto einen dunkleren rand von der Rückseite her) wird sie noch dunkler.

Die Rapsseife ist dezenter nachgedunkelt, da ist eben viel weniger bräunender Duftstoff drin. Aber ich denke da geht auch noch was …

Trotzdem schade irgendwie. Das gelb war so schön!

Frisch ausgeformt …

habe ich meine beiden neuesten Seifen am Samstag. Direkt danach habe ich sie fotografiert, denn so wie am Samstag und so wie auf den Fotos werden die Seifen nie wieder aussehen. Beide Seifenleime habe ich mit verfärbenden Düften beduftet. Diese verfärben die Seife mit der Zeit bei Luftkontakt braun. Jetzt sehen sie schon ganz anders aus als auf den Fotos – heute oder morgen wird es noch ein Update mit neueren Fotos geben. Aber erstmal so wie sie waren:

Die erste Seife ist mit Vanillin beduftet, das die Seife mit der Zeit dunkelschokobraun werden lässt. Dass sie hier auf dem Foto schon karamellfarben ist liegt an dem verwendeten Kürbiskernöl. An der Herzseife links im Bild sieht man, wie die braune Farbe sich dort schon begonnen hat breit zu machen wo die Seife nicht mehr fest in der Form klebte, sondern sich schon gelöst hatte.

Nummero zwei enthält eine Mischung aus verschiedenen Düften, darunter auch ein Parfümöl mit Vanilleanteil. Hier ist die Grundfarbe ein schönes sattes gelb (gewesen) – kein Wunder, denn hier habe ich 80% goldgelbes kaltgepresstes Rapsöl verseift. Auch hier sieht man schon an der Unterseite, wo die Seife mit der Luft in Berührung kam eine leichte Braunfärbung.

Freesia

Sie riecht frisch, blumig und grün. Dazu passend auch die Farbe: Grün! (Außerdem passt die Seife so auch wunderbar in diese Seite rein, oder?)

Ich habe gleich eine große Menge gesiedet und zwei Seifenblöcke gegossen. In die größere Blockform habe ich lange cremeweiße Seifenstangen eingebettet. Die Seifenstangen stammen von der Seife „Adam & Eva“. Davon hatte ich einen Teil des weißen Seifenleims in eine Blockform gegossen. Diesen Block habe ich dann der Länge nach in Stangen geschnitten. Das Einbetten hat hier trotz der langen Lagerzeit sehr gut funktioniert, denn Adam & Eva ist eine eher weiche Seife und ich habe den Block erst vor dem Sieden von Freesia in Stangen geschnitten und nochmal mit Wasser angefeuchtet, so haben sich neue und alte Seife gut verbunden.
In eine zweite kleinere Blockform habe ich eine Schicht-Konfettiseife gegossen: Oben und unten je eine dünne Schicht hellgrüne Seifenmasse und in der Mitte die dunkler grüne Seifenmasse mit einer ganzen Menge „Seifenschnipseln“ vermischt. Diese Stücke habe ich zum Teil mit dem Wellenschneider geschnitten. Der ist mittlerweile übrigens auch im Shop zu haben.

Beim Rezept habe ich mich diesmal auf 4 Öle beschränkt: 35% Rapsöl (z.T. kaltgepresst, leider leider hat mein Vorrat nicht mehr ganz gereicht, so habe ich noch raffiniertes dazugegeben. Seit Fruchtwucht bin ich nämlich ein großer Fan von kaltgepresstem Rapsöl in Seife!), 30% Palmöl, 25% Kokosöl, 10% Jojobaöl. 8% überfettet.

Fruchtwucht

So heißt ein absolut leckerer Früchtetee. Und weil diese Seife einfach zum Reinbeißen und mindestens genauso fruchtig-intensiv wie dieser Tee riecht hat sie diesen Namen bekommen.

Verseifte Fette:
43% kaltgepresstes Rapsöl
18% Kokosnußöl
15% Kakaobutter
11% Palmöl
10% Shea Butter
3%Rizinusöl

Dazu allerlei fruchtige PÖs und ÄÖs und fröhlich bunte Farben – voilà: