Artikel-Schlagworte: „salz“

Arbeitstitel Vetiver-Seife

Meine neueste Seife ist eine Soleseife. In der Duftmischung befindet sich ein großer Anteil an ätherischem Vetiveröl, deshalb erstmal dieser Arbeitstitel. Ein klein wenig geärgert hat mich die seife schon, denn in den Formen bildete sich um die Seifenstücke herum eine salzig-laugige Flüssigkeit, ich musste die Seifen nach dem Ausformen erstmal trockenlegen. So ganz klappte das bei den zum Teil vielen kleinen Vertiefungen nicht, so dass an diesen Stellen nun Salzkristalle die Seife zieren.

Mein Versuch, beim Arabesque-Tray, der hier zu sehen ist genauso vorzugehen wie beim Bubbles-Tray letztens ist leider nicht so gut gelungen. Diesmal habe ich nicht lange genug gewartet bis die weiße Masse in den Vertiefungen fest wurde.

Aber erstmal ein kleiner Blick ins Trockenregal:

Und zum Schluss, damit ihr nicht den Eindruck bekommt ich wäre total gefrustet von meiner Seife 😉

Die Farbe gefällt mir gut: Rosa Tonerde kombiniert mit sehr hellen und allenfalls leicht gelblichen Ölen (kein Olivenöl diesmal). Und die Duftmischung mag ich auch, aber das ist kein Wunder, denn da ist neben Vetiver auch ne Menge ätherisches Fenchelöl – eines meiner liebsten ÄÖs – drin:

22g ÄÖ Vetiver
16g ÄÖ Fenchel
4g ÄÖ Elemi
4g ÄÖ Blutorange
4g ÄÖ Palmarosa
3g ÄÖ Lavendel
2g ÄÖ Coriander

Vier Nüsse für Aschenbrödel

Botaniker bitte ein bis zwei Augen zudrücken – ich weiß, dass das nicht alles echte Nüsse bzw. Nussöle sind:
37% Erdnussöl
26% Kokosnussfett
23% Haselnussöl
14% Walnussöl
Wenig Flüssigkeit – alles Sole und Kokos-PÖ.
Titandioxid, das vergebens versuchte gegen die einsetzende Bräunung durch das PÖ anzukämpfen und tapfere rote Lebensmittelfarbe die sich in Form eines schönen Altrosa am Ende immerhin durchsetzen konnte.
Topfmarmorierung mit noch sehr flüssiger Seifenmasse.
Am Anfang sahen die Seifenstücke noch wie riesige Erdbeer-Sahne-Bonbons aus, mittlerweile sind sie auch nach dem Foto nochmal nachgedunkelt durch das PÖ und haben einen märchenhaften (?) altrosa-bräunlich-grau Touch.

Die Seife ist nun schon zwei Monate alt. Nach dem ersten Anwaschen gestern (man lernt wirklich Geduld als Seifensiederin – abgesehen davon dass ich grad eh so viel um die Ohren habe dass ich leider nicht so viel Zeit für meine Seifen übrig habe) bin ich sehr begeistert: Die Seife ist schön fest und formstabil, nach dem ersten Anwaschen sind noch alle Muster und Konturen des Motivs deutlich zu sehen und die Seife entwickelt irgendwie einen eigenartigen sehr schönen matten „Glanz“ nachdem sie wieder getrocknet ist.

Diesen Glanz würde ich mal dem enthaltenen Haselnussöl zuschreiben. Die Punkte für die Formstabilität und das sehr einfach Ausformen bzw. fast schon „aus der Form fallen“ trotz vieler flüssiger Öle gehen ganz klar an die Sole und die reduzierte Flüssigkeitsmenge.
Ich bin schon richtiger Sole-Fan! Nach meinen beiden Soleseifenschneidedesastern ist Sole mein Favorit geworden für Einzelformenseife die aufgrund der verwendeten Öle ein schwieriges Ausformen verheißt. Mit Sole kann quasi nix mehr passieren.

Weiße Pracht …

jetzt im Sommer? Nein, kein Schnee! Ich war weder am Nordpol noch habe ich die Winterfotos rausgekramt!
Ich habe eine ganz andere „weiße Pracht“ fotografiert. Am 31. Mai habe ich eine ganz pure unschnörkelige, unbeduftete, ungefärbte weiße Salzseife gesiedet. So sieht sie aus:

Erstaunlicherweise ist sie tatsächlich richtig weiß geworden. Beim Sieden war ich mir da nicht so sicher, der Seifenleim wurde nämlich beim Rühren plötzlich orange-rot. Nach einer kurzen Schrecksekunde war mir dann auch der Grund klar: Die Lauge habe ich mit wenige Stunden gefrorenem Zuckerwasser angerührt und die Fette nach dem Schmelzen kaum abkühlen lassen. Als dann beides zusammenkam war noch alles ganz normal. Nach kurzem Rühren hat sich dann die Wärme der Fettmischung ausgebreitet und der Zucker in der Lauge ist karamellisiert. Dank einer großen Portion weißem Kokosfett und der dreifachen Fettmenge an feinem Salz ist die Seife doch noch so schön weiß geworden – ganz ohne Farbstoff!
Da Salzseife, wurde sie natürlich in viele Einzelformen gefüllt, unter anderem auch ein paar neue Milky Way Formen und eine kleine weiße Schafherde.
Und dann konnte ich drei Wochen nicht ausformen! Meine Geduld hat das ganz schön strapaziert, aber den Seifen ist es natürlich zu gute gekommen, denn sie kamen quasi schon von selbst raus und haben eine superschöne glatte Oberfläche. Bei einem ersten Test schäumt ein Probestück sogar richtig gut! Und das bei einer Salzseife – wow! Vielleicht sollte ich den Salzseifenleim in Zukunft immer ein bisschen warm werden lassen!

Schwimmseife???

Da hab ich doch wohl tatsächlich eine Schwimmseife produziert! Und das obwohl ich das gar nicht wollte, ich kann mir auch gar nicht erklären wie das passiert ist!

Aber mal von Anfang an:
Ich wollte wieder eine Soleseife sieden. Auch wieder im Block, nur diesmal wollte ich die Seife wirklich ganz früh schneiden. Irgendetwas ist mir dazwischen gekommen und ich hab’s vergessen. Also ist mir wieder das gleiche passiert wie bei der letzten Soleseife:

Die nächste Soleseife kommt auf jeden fall in Einzelförmchen, da führt kein Weg dran vorbei, so ein Desaster will ich mir nicht nochmal antun. Soleschäfchen, das wär‘ doch was?

Aber jetzt erst mal zu dieser Seife hier. Sie heißt ganz schlicht und einfach Fichtennadelseife – und so riecht sie auch. Die Seife besteht aus viel Olivenöl sowie Kokos- und Palmfett, und schäumte erst (ich habe sie schon Anfang Dezember gesiedet) verhalten, aber jetzt wird es schon besser und der Schaum ist wunderbar seidig und cremig.
Wenigstens kann sie mit ein paar „inneren Werten“ auftrumpfen wenn das Aussehen schon zu wünschen übrig lässt.

Auf jeden Fall kam mir die Seife von Beginn an recht leicht vor, jetzt habe ich endlich den Schwimmtest gemacht: Sie schwimmt tatsächlich! Ich habe keinerlei Ahnung warum, denn ich habe ganz normal mit dem Stabmixer gerührt, und mir ist auch nicht bewusst, dass ich besonders viel Luft hineingerührt hätte. Das einzige „Ungewöhnliche“ war, dass ich den Seifenleim in noch sehr flüssigem Zustand in die Form gegossen habe.
Aber ich will mich ja gar nicht beschweren über meine erste Schwimmseife 🙂

So ein schöner Seifenblock und dann das …

Diese Seife war eine doppelte Premiere für mich: Das erste Mal habe ich Schweineschmalz verseift und das erste Mal Sole zum Anrühren der Lauge verwendet.
Der Block direkt nach dem Ausformen: Superglatt, schön fest und die Marmorierung scheint auch gelungen.

Ich freue mich schon aufs Anschneiden und bin gespannt darauf wie die Marmorierung rauskommt, und dann das:

Es stellt sich heraus, dass diese Seife noch eine dritte Premiere für mich bereit hält: Das erste Mal zerbröckelt mir eine Seife dermaßen beim Schneiden. Schuld daran ist mit Sicherheit das viele Salz. Und ich hätte wohl früher schneiden müssen.

Die Stücke die man noch guten Gewissens als Seifenstücke bezeichnen kann sehen recht rustikal aus und sind gezwungenermaßen recht dick, da die dünner geschnittenen Stücke regelrecht auseinandergebröselt sind. Da fällt die Wahl des Namens nicht schwer: Solebrocken wird sie heißen.

Seife einmal anders

Diese Seife ist eine Resteverwertung, eine ausgesalzene Seife die ich zum Putzen und Wäsche waschen verwenden möchte. Im Moment ist die Seife noch recht weich und sehr salzig. Ich bin mir nicht sicher ob das richtig ist, denn bisher hatte ich noch nie ein Stück ausgesalzene Seife in den Händen. Fest werden wird sie sicher von ganz alleine, aber das Salz das noch drin ist …

Das Aussalzen selbst geht eigentlich recht einfach und lässt sich gut „nebenher“ machen. Es dauert zwar, je nachdem wie oft man den Vorgang wiederholt, seine Zeit, aber ich finde es schön auch die nicht so gerne genommenen Reststücke, Zuschneideschnipsel und ungeliebte oder mißlungenen Seifen weiterzuverwenden.
Eine Anleitung zum Seife Aussalzen gibt es z.B. hier mit weiterführenden Links.

Seifenetiketten

So viele Seifen habe ich ja in letzter Zeit nicht gesiedet. Ok für Nicht-Seifensieder mag es vielleicht anders erscheinen, aber für Siederverhältnisse doch eher wenige: 10 Seifen innerhalb von 6 Monaten. Und endlich habe ich mir mal viel Zeit genommen um Etiketten für die Schätzchen zu gestalten und auszudrucken. Dabei fiel mir auf, dass auch zwei Seifen aus dem letzten Jahr noch etikettenlos waren – jetzt nicht mehr!

Einige bisher namenlose Exemplare wurden bei der Gelegenheit grade noch „getauft“: Gold Marie und Myro (huch … noch gar kein Foto online), Sesamsalabim, Eden und die graue Maus und die „Kalte Dusche“ eine Salzseife mit frischer Minze und einer ordentlichen Portion Minzöl – supererfrischend und damit eine ideale Sommerseife. Besonders fotogon ist sie nicht, deshalb gibt es ein Foto ihrer schöneren „Schwester“ der Lavendelsalzseife, die dafür einen langweiligeren Namen hat …

Salzseifendreierlei

Diese drei Salzseifen sind von Dezember bis Februar entstanden. Ich habe mit Babassuöl, Kokosfett, Lanolin, Zucker und Rizinusöl experimentiert, und die Ergebnisse gefallen mir alle gut! Endlich schäumende Salzseife dank Lanolin!
Die Seifen im Einzelnen von vorne nach hinten:
Die blaue „Pfeffer und Salz“ mit Indigo gefärbt und beduftet mit einer ÄÖ-Mischung unter anderem mit Zedernholz, Eukalyptus und schwarzem Pfeffer.
Die rosafarbene ist mit Tonerde gefärbt und riecht nach Osmanthus.
Die beige-braune ist auch mit Tonerde gefärbt, eigentlich gelb-orange, aber die Parfümöle waren stärker. Die Duftmischung war ein Zufallsprodukt, aber absolut gelungen wie ich finde und gehört nun zu meinen Lieblingsdüften! Aber ob ich den Duft je wieder so hinbekommen werde? Ich habe zwar alles aufgeschrieben, aber das ein oder andere PÖ ist mir in der Zwischenzeit schon ausgegangen …

Diesen Beitrag weiterlesen »

Neueste Shampooseife

Ich habe wieder eine Shampooseife gesiedet.
Diesmal in … dreimal dürft ihr raten … genau: GRÜN!

Inhaltsstoffe: Verseiftes Avocadoöl und Rizinusöl, Orangenblütenhydrolat, ätherisches Rosmarinöl und Salz. Nur 1% überfettet.

Salzseife

Salzseife besteht aus viel mehr Salz als Seife und sorgt dadurch für ein tolles Hautgefühl! Da die letzten beiden Portionen sich schon dem Ende zuneigen bzw. mittlerweile schon aufgebraucht sind musste ich nachsieden. Zudem schäumt Salzseife an sich nicht so gut, das soll sich durch längere Lagerung bessern, deshalb habe ich diesmal gleich 4kg gesiedet – das sollte eine gewisse Zeit lang vorhalten!

1000g Kokosfett
50g Rizinusöl
100g Zucker
3000g Salz (grobes und feines Speisesalz)

Damit es nicht zu langweilig wird sind es 3 verschiedene Duftrichtungen geworden:
1. unbeduftet … und so schön weiß!
2. Geranium-Fichte
3. Teebaum-Orange-Lavendel