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Ganz kurz reingeschneit

Grade bin ich mal wieder hier unterwegs. Ich sag nur „Ringelminze VI.“ … und bin wieder schnell weg am Seifentopf. 🙂

Die Neue

.. ist ein Beweis dafür dass ich noch siede! Im Moment leider viel seltener als ich gerne würde, aber: Kommt Zeit kommt auch mehr Zeit (für viele neue Seifen und Experimente)!

Vor ein paar Wochen entstand eine Seife in Frühlingsfarben und in teils neuen flower-powerigen Formen.

Die Seife riecht geheimnisvoll, warm aber trotzdem auch frisch und frühlingshaft.
Je ca. 20% Olivenöl und Sheabutter, je 15% Traubenkernöl, Palmkernöl und Sesamöl, dazu noch Palmöl, Kakaobutter und Rizinusöl.
Nicht so minimalistisch wie bei einigen meiner letzten Seifen aber dafür lauter feine Sachen.
Diesmal war die Seife trotz Wasserreduktion dank der vielen sehr weichen Öle nach ziemlich weich und ließ sich nicht ohne vorherigen Aufenthalt in eisiger Tiefkühlkälte ausformen. Zumindest die auf dem Foto. Die 3D-Formen haben mich was das ausformen angeht hier ziemlich überrascht: Keinerlei Probleme und superglatte Seifen.

Blumengarten

Wie letztens schon angedeutet habe ich noch eine andere Blumenduftseife gesiedet. Eine wilde Mischung unterschiedlicher Blumendüfte ergibt hier einen absolut klassischen Seifenblumenduft. Dieser hat die Seifenmasse leider auch ziemlich schnell andicken lassen, daher ist sie außen auch nicht so schön glatt geworden.
Aber mit dem Duft und der Farbe verbreitet sie so richtig Frühlingsstimmung!

Zusammensetzung:
43% Sheabutter
25% Kokosnussöl
20% Walnussöl
12% Rapsöl

Ausgeformt – 10 Tage später

So sieht die Seife mittlerweile aus: Eine fast schwarze Venus.
Die Seifenform ist übrigens der so genannten Venus von Willendorf nachempfunden – einer Kalksteinfigur aus der Altsteinzeit – schlappe 27.000 Jahre alt.

Aber bei den ausführlichen Berichten über die Farbveränderung will ich es nicht belassen, denn das was da so schön dunkelbitterschokobraun geworden ist hat es auch in sich. Ich habe zum ersten Mal mit richtig viel Kürbiskernöl gearbeitet und ich bin schon gespannt aufs erste Anwaschen der Seife.
Im Rezept tummeln sich:
50% Sheabutter
33% Kürbiskernöl und
17% Palmkernöl
Dazu kamen nur noch Lauge, Ziegenmilch und Vanillin – ziemlich puristisch.
Überfettet habe ich die Seife aufgrund der superpflegenden Fette „nur“ 6%.

Und weil ich die Seife so schön finde – nicht nur als Venus – noch ein Foto:

Aber da war doch noch was … Genau: Die zweite ausgeformte Seife. Ebenfalls 10 Tage „danach“ wieder fotografiert:

Diese Seife ist auch nochmal deutlich dunkler geworden, aber die Farbe gefällt mir nicht so gut wie die der Anderen. Die kleinen roten Akzente sind zwar ganz nett, aber das Braun ist trotzdem irgendwie so durchschnittlich und nichtssagend …

Auch zu der Seife noch ein paar Worte zu den „inneren“ Werten:
Ich habe 80% kaltgepresstes Rapsöl und 20% Kokosfett verseift. Dazu kam noch ein klein wenig Salz in die Lauge und ein herb-süßer Duft nach Ingwer, Moschus, Orange und Honig.
Da ich die Seife in eine Tray-Form gegossen und warm eingepackt hatte gelte sie sehr schön, ließ sich super ausformen und war direkt schön fest. Kleinere Einzelförmchen, die ich nicht isoliert hatte hatten keine Chance auf eine Gelphase und blieben dadurch auch viiiiel weicher. So auch dieses immer noch nicht ausgeformte Stück:

Ausgeformt – 2 Tage später

Diese Fotos sind jetzt ganz frisch von heute nachmittag.
Die Vanille-Kürbisseife ist schon extrem nachgedunkelt. Man konnte praktisch zuschauen wie sie stündlich dunkler wurde. Ich bin gespannt ob sich das noch steigert. Der Rückenfarbe der Venus nach zu urteilen (man sieht auch auf dem Foto einen dunkleren rand von der Rückseite her) wird sie noch dunkler.

Die Rapsseife ist dezenter nachgedunkelt, da ist eben viel weniger bräunender Duftstoff drin. Aber ich denke da geht auch noch was …

Trotzdem schade irgendwie. Das gelb war so schön!

Frisch ausgeformt …

habe ich meine beiden neuesten Seifen am Samstag. Direkt danach habe ich sie fotografiert, denn so wie am Samstag und so wie auf den Fotos werden die Seifen nie wieder aussehen. Beide Seifenleime habe ich mit verfärbenden Düften beduftet. Diese verfärben die Seife mit der Zeit bei Luftkontakt braun. Jetzt sehen sie schon ganz anders aus als auf den Fotos – heute oder morgen wird es noch ein Update mit neueren Fotos geben. Aber erstmal so wie sie waren:

Die erste Seife ist mit Vanillin beduftet, das die Seife mit der Zeit dunkelschokobraun werden lässt. Dass sie hier auf dem Foto schon karamellfarben ist liegt an dem verwendeten Kürbiskernöl. An der Herzseife links im Bild sieht man, wie die braune Farbe sich dort schon begonnen hat breit zu machen wo die Seife nicht mehr fest in der Form klebte, sondern sich schon gelöst hatte.

Nummero zwei enthält eine Mischung aus verschiedenen Düften, darunter auch ein Parfümöl mit Vanilleanteil. Hier ist die Grundfarbe ein schönes sattes gelb (gewesen) – kein Wunder, denn hier habe ich 80% goldgelbes kaltgepresstes Rapsöl verseift. Auch hier sieht man schon an der Unterseite, wo die Seife mit der Luft in Berührung kam eine leichte Braunfärbung.

Gefunden!

Voilà – die „verschwundenen“ Bilder ließen sich dann doch recht leicht wiederfinden:

Ich fange mal beim Duft an, denn für die Duftmischung habe ich ätherisches Tagetesöl verwendet, das pur ziemlich intensiv … nach … eigentlich einfach sehr intensiv krautig nach Pflanze, aber auch ein wenig unangenehm riecht. Nachdem ich es schon länger immer mal wieder geöffnet und wieder zugemacht hatte habe ich mich jetzt (also im September eigentlich schon) an eine Duftmischung gemacht. Zusammen mit anderen Blumen- und blumigen Düften wurde daraus ein krautiger, etwas herber Blumenduft rein aus ätherischen Ölen gemischt:

13g ÄÖ Palmarosa
7g ÄÖ Geranium
7g ÄÖ Orange süß
7g ÄÖ Ho
4g ÄÖ Tagetes
2g ÄÖ Lavendel

Der Duft harmoniert in der fertigen Seife ganz schön mit dem leicht durchkommenden Lanolinduft und dem ebenfalls etwas herben und ganz charakteristischen Duft vom grünen Avocadoöl.
Nachdem die Seife jetzt schon ein paar Monate alt ist ist sie schön hart geworden und schäumt üppig.

Für Interessierte noch das ungefähre Rezept:

40% Sheabutter
23% Avocadoöl
19% Palmkernöl
18% Lanolin anhydrid

Lieder hat die Seife noch keinen Namen … vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee?
Blumengarten darf sie allerdings nicht heißen, denn der Name ist schon für einen Seifenblock vergeben, der gerade noch aufs Schneiden wartet.

Vier Nüsse für Aschenbrödel

Botaniker bitte ein bis zwei Augen zudrücken – ich weiß, dass das nicht alles echte Nüsse bzw. Nussöle sind:
37% Erdnussöl
26% Kokosnussfett
23% Haselnussöl
14% Walnussöl
Wenig Flüssigkeit – alles Sole und Kokos-PÖ.
Titandioxid, das vergebens versuchte gegen die einsetzende Bräunung durch das PÖ anzukämpfen und tapfere rote Lebensmittelfarbe die sich in Form eines schönen Altrosa am Ende immerhin durchsetzen konnte.
Topfmarmorierung mit noch sehr flüssiger Seifenmasse.
Am Anfang sahen die Seifenstücke noch wie riesige Erdbeer-Sahne-Bonbons aus, mittlerweile sind sie auch nach dem Foto nochmal nachgedunkelt durch das PÖ und haben einen märchenhaften (?) altrosa-bräunlich-grau Touch.

Die Seife ist nun schon zwei Monate alt. Nach dem ersten Anwaschen gestern (man lernt wirklich Geduld als Seifensiederin – abgesehen davon dass ich grad eh so viel um die Ohren habe dass ich leider nicht so viel Zeit für meine Seifen übrig habe) bin ich sehr begeistert: Die Seife ist schön fest und formstabil, nach dem ersten Anwaschen sind noch alle Muster und Konturen des Motivs deutlich zu sehen und die Seife entwickelt irgendwie einen eigenartigen sehr schönen matten „Glanz“ nachdem sie wieder getrocknet ist.

Diesen Glanz würde ich mal dem enthaltenen Haselnussöl zuschreiben. Die Punkte für die Formstabilität und das sehr einfach Ausformen bzw. fast schon „aus der Form fallen“ trotz vieler flüssiger Öle gehen ganz klar an die Sole und die reduzierte Flüssigkeitsmenge.
Ich bin schon richtiger Sole-Fan! Nach meinen beiden Soleseifenschneidedesastern ist Sole mein Favorit geworden für Einzelformenseife die aufgrund der verwendeten Öle ein schwieriges Ausformen verheißt. Mit Sole kann quasi nix mehr passieren.

Ringelminze die fünfte – was lange währt

Geschnitten ist sie, Fotos sind gemacht, nur noch das Etikett fehlt, dann macht sich jeweils ein Stückchen auf den Weg zu den Gewinnern. Und hier ist sie von ihrer schöneren Seite:
(Und wehe, es schreibt jetzt noch jemand was von Matschepampe oder Sodaasche … 😉 )

Den Ringelblumenblüten und der frischen Minze habe ich diesmal wieder farblich etwas nachgeholfen so dass die Topfmarmorierung besser rauskommt. Etwas Salz habe ich für die Härte zugegeben – wenn man genau hinschaut erkennt man kleine weiße Pünktchen, das sind die Salzkörner.
Ich bin ganz begeistert von der ovalen 3D-Form! Ich benutze seit fünf Jahren nur handgemachte Seife und hatte schon Seifen in allen möglichen Formen in der Hand. Für mich ist es was ganz besonderes ein absolut glattes von allen Seiten perfekt geformtes Seifenstück in der Hand zu halten das selbst gemacht ist und nicht aus irgendeiner Fabrik kommt! Aber: Immer nur glatte perfekte Seifenstücke wären mir dann doch auch zu langweilig!

Und ganz leise deute ich an, dass ich letzten huch ist ja mittlerweile schon vorletzten Monat noch ein paar weitere Seifen gesiedet habe von denen schon Fotos existieren …

Die Auflösung!

Ich freu mich, dass doch noch einige regelmäßig hier reinschauen, oder durch Zufall den neuesten Eintrag entdeckt haben! Und ich freu mich über die netten Kommentare und Tips!
Das Rätsel war doch schwieriger als ich dachte. Hier kommt das große Foto:

Ich geb’s ja zu, der Vordergrund ist sehr unscharf und wahrscheinlich ist es immer noch nur zu erkennen wenn man weiß was es ist. Drum frag‘ ich einfach nicht weiter nach sondern löse auf: Das ist Ringelminze Nummer 5 – meine fünfte Ringelminzseife. In Anlehnung an die Fettmischungen und Duftmischungen und an die Farben der letzten vier Ringelminzen mit kleinen Abwandlungen – wie üblich halt. Topfmarmoriert und – das ist neu – in eine große Trayform ( für Interessierte: Handmade Tray groß ) gegossen. Mehr als 2,5kg Seife und „nur“ 16 Stücke – da hat man richtig was in der Hand!

Es ist also tatsächlich mal wieder Seife (die erste seit Juni – von der die Fotos hier immer noch fehlen …)! Aber weder mit Sodaasche noch mit Matschepampe …
Aber ich bin ja nicht so: Helge und Siggi bekommen je ein Stück Ringelminze wenn sie fertig ausgereift ist. Ich verspreche jetzt nicht, dass es auch ein schönes Foto der fertig geschnittenen und abgekanteten Seifenstücke gibt … aber ich werd’s versuchen.

Bis neulich!