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Gerührt … nicht gesiedet

Das schöne an der Rührerei von Badesachen, Cremes etc. ist ja, dass man oft viel schneller fertig ist als mit einer Seife, man muss sich nicht in eine komplette Schutzausrüstung packen und es lässt sich auch mal “nebenbei” machen ohne die Küche in ein Seifenlabor zu verwandeln. Wer so wie ich seine Seife in der Küche siedet kann das sicher nachvollziehen.

Gestern sind nicht nur ;-) für einen Tausch ein paar Milchbadepralinen entstanden. Mit etwas Emulgator damit es keinen Fettrand in der Wanne gibt und mit einer kuscheligen Mischung aus ätherischen Ölen beduftet. Diese Pralinen schmelzen nicht auf der Zunge sondern im warmen Badewasser. Die Kalorien fliessen nach dem Genuss ganz ohne unangenehme Nebenwirkungen durch den Abfluss.

Das Rezept passt genau in eine Silikonpralinenform (gibt es auch bald in größerer Formenauswahl hier).
Und hier ist es:

40g Kakaobutter
30g Babassuöl
8g Mulsifan
36g Milchpulver
30g Stärke

Beduftet mit einer Mischung aus den ätherischen Ölen von Rosenholz, Geranium, Fenchel, Lavendel und Orange.

Marmorieren

Das Marmorien ist definitiv meine liebste Seifengestaltungstechnik. Einbettungen und Einleger mache ich hin und wieder auch, aber das bedarf doch immer ein bisschen Planerei. Und eine schöne Schichtseife habe ich nur einmal gesiedet. Dazu bin ich einfach zu ungeduldig. Marmorieren geht eigentlich immer und ich war bisher auch meistens mit den Ergebnissen zufrieden. Außerdem bleibt es spannend bis zum Schluß und die Marmorierung ist jedes mal anders.

Marmorieren im Topf ist dabei mein Favorit! Die Farben lassen sich gleichmäßig verteilen und ich vermeide das Problem zum Schluss von einer Farbe noch viel übrig zu haben weil ich mich bei den Mengen verschätzt habe. Mit dieser Technik ist es viel leichter die Marmorierung bis in alle Ecken eines Seifenblocks zu bringen was natürlich ganz besonders auch für Einzelförmchen gilt. Ich habe nämlich noch keine schön marmorierte Einzelseife per Marmorkuchentechnik hinbekommen.

Unter Marmorkuchentechnik verstehe ich das Marmorieren in der Form. Je nach Seifenmasse, Geschick und Übung ergibt das auch schöne Seifenstücke. Anfangs habe ich eher solche Stücke produziert wo eine Farbe eher unten und zweite Marmorierfarbe eher oben verteilt war:

Bei diesen beiden Seifen habe ich genau wie beim Marmorkuchen noch mit einem Löffelstiel mit kreisenden Bewegungen marmoriert. Entweder aufgrund fester Masse oder geringer Eingießhöhe ist die Marmorierung nicht weit nach unten vorgedrungen.
Das ist natürlich eine Sache der persönlichen Vorliebe, aber mir gefällt es nicht so gut.

Mit mehr Übung habe ich aber auch schönere Stücke hinbekommen:

Dabei ist es von Vorteil wenn die Seifenmasse noch eher Suppenkonsistenz hat.

Bei dieser Seife habe ich die verschiedenfarbigen Massen abwechselnd aus verschiedenen Höhen in die Blockform gegossen. Je höher ich das Gefäß zum Ausgießen halte und je dicker der Strahl desto tiefer dringt die zu gießende Masse in die schon gegossene Masse in der Form ein. Nehme ich nur etwas Seife in eine Kelle und lasse nur ganz wenig davon in die Form laufen dann bleibt die Masse eher an der Oberfläche.
Ein zusätzliches Marmorieren mit einem Löffel in der Form hätte bei der sehr dünnflüssigen Seifenmasse und der eh schon relativ filigranen Verteilung für eine zu starke Vermischung gesorgt.

Aber jetzt zum Marmorieren im Topf:

Die Seifenmasse wird auf mehrere Gefäße verteilt und gefärbt. Ein Teil kann im großen Topf bleiben. Nach und nach werden die andersfarbigen Massen wieder dazugeschüttet. Wenn meine Seifenmassen zu diesem Zeitpunkt noch eher cremesuppig sind verteile ich sie in Zick-Zack-Linien im ganzen Topf und achte darauf zwischendrin auch noch die Gießhöhe zu variieren. Je dünner der Strahl und je weniger ich mich an ein und derselben Stelle “aufhalte” desto filigraner wird die Marmorierung später werden. Wenn alles wieder im Topf ist rühre ich nicht mehr um, damit sich die Farben nicht vermischen. Es sei denn die MAsse war schon angedickt und ich konnte sie dadurch nicht mehr über die ganze Fläche des Topfs verteilen, dann ist auch Umrühren erlaubt. Die marmorierte Seifenmasse wird dann in die Form gegossen. Bei einer Blockform kann man entweder “auf der Stelle gießen” oder man wandert mit dem Seifengießstrahl von der einen in die andere Ecke der Form.
Damit lassen sich bei eher flüssiger Masse recht filigrane Marmorierungen erreichen. Ein paar Beispiele:

Und nicht zu vergessen der Goldene Oktober und die Cool Water Seife, ich glaube das waren 5 oder 6 verschiedene Farben.

Nicht zuletzt bekomme ich durch das Topf-Marmorieren auch erstmals schön marmorierte Einzelformenseifen hin:

Ist die Seife schon angedickt, wird vielleicht sogar gelig oder grießbreiig, ist aber trotzdem noch nichts verloren, die Marmorierung wird nur anders:

Diese beiden Seifen sind z.T. mit Lebensmittelfarben gefärbt, die ein wenig auslaufen und nicht so scharfe Konturen ergeben wie Kosmetikpigmente. Zusammen mit der etwas groberen Verteilung der Farben gibt das auch sehr schöne und wiederum ganz andere Effekte. Bei diesen beiden Seifen habe ich die Farben im Topf nochmal leicht vermischt. Es ist aber auch vorstellbar, je nach Verteilung, auch noch einmal in der Form mit dem Löffel durchzumarmorieren.

Trotz aller Technik und Übung ist es aber jedesmal wieder spannend und eine Überraschung wie die Stücke am Ende aussehen!

Bienchen und Blümchen Seife

Neue Seifenformen haben nicht nur in meiner Hexenküche Einzug gehalten, sondern sind auch im Seifenformen-Shop erhältlich. Und sie kamen grade rechtzeitig für meine “Bienchen und Blümchen Seife”:

Die Seife besteht aus verseiftem Rapsöl, Kokosfett, Palmfett, Sheabutter, Mandelöl, Traubenkernöl, Kakaobutter und Bienenwachs. Weitere Inhaltsstoffe sind Blütenpollen und Honig. Außerdem ein starker Tee aus verschiedenen Blüten – die Blümchen eben: Holunderblüten, Ringelblumenblüten, Kornblumen, Lavendelblüten, Schlehenblüten und Malvenblüten.

Keinerlei Farben und Duftstoffe! Und trotzdem riecht die Seife sehr intensiv durch den Tee und die Blütenpollen. Und mit der Farbe bin ich auch richtig glücklich: wenn das mal nicht honigfarben ist.

Der Honig stammt aus dem Saarland, den habe ich von einer lieben Neu-Siederin bekommen, der ich im Oktober das Seife Sieden gezeigt habe. Das war schon die dritte Seifenlehrstunde in meiner Küche und es macht immer wieder Spaß bei einer “ersten Seife” dabeizusein!

Neue Seife – neue Formen

Darf ich vorstellen: Sturmtief, meine neueste Seife.

Zu dem Namen hat mich das verwendete PÖ (Storm Watch) verleitet. Die Seife riecht sehr weich und cremig. Ich rieche einen Hauch von Bittermandel, aber das kann auch Einbildung sein, denn andere riechen das komischerweise nicht.
Die Seifenstücke fühlen sich absolut glatt und sehr seidig an. Kein Wunder, ich habe eine ordentliche Menge Rapsöl verseift, das macht einfach eine richtig schöne Textur. Außerdem sind noch Sheabutter, Palm- und Kokosfett, Traubenkernöl, Jojobaöl und Rizinusöl vertreten.
Marmoriert habe ich wieder direkt im Topf, die einzelnen gefärbten Massen waren noch recht flüssig – fast zu flüssig, deshalb die feine Marmorierung.

Einen Teil des Seifenleims habe ich in Einzelformen von Aloha Molds aus Hawaii gegossen, den anderen in meine neue, (gegenüber diesem Modell) perfektionierte auseinandernehmbare Plexiglasform.
Ein kleiner Blick gefällig?

Alle Teile sind hier aus Plexiglas, ich kann die Seife von der Seite, von oben (das ja sowieso), von unten, von vorne und hinten beäugen. Die Form ist leicht auseinandernehmbar und auslegen mit Folie kann ich mir natürlich auch sparen. Ich bin auf jeden Fall absolut begeistert!

Wer von Euch nun neugierig geworden ist darf gerne mal hier reinklicken: www.seifenformen.de
Die Plexiglasformen sind dort in ca. 2 Wochen erhältlich, Aloha Molds gibt es schon ab sofort.
Herzlich willkommen zur Shoperöffnung!

Pünktchen und Anton

… habe ich nie gelesen, aber bei meiner Pünktchenseife ist mir dieser Buchtitel gleich eingefallen. Drum heißt sie nun so.
Leider ist sie nicht so ganz gelungen. Die Farbe gefällt mir nicht, sie sollte eigentlich strahlend gelb sein, eher so zitronen-sonnengelb. Nun ist sie leider irgendwie dunkel-schmutzig-gelb und ich habe auch den Eindruck, dass die Farbe auch schon anfängt zu verblassen. Aber die Pünktchen gefallen mir :-)
Die Farbe ist übrigens die Pflanzenfarbe “Safran”. Und außerdem kommt es ja auch noch auf die inneren Werte an, oder nicht!?
Und die können sich sehen lassen: Verseiftes Reiskeimöl, Macadamianußöl, Palmöl, Kokosnussöl, Kakaobutter, Rizinusöl und Bienenwachs.

Neue Formen

Ich habe endlich neue Blockformen bekommen! Meine alte (ganz unten auf der Seite) machte mir schon lange keine Freude mehr! Das Beschichtungsmaterial war leider nicht laugenbeständig (das habe ich schon bei der ersten Seife gemerkt … ) und ich musste sie deshalb immer auslegen. Backpapier, Klarsichtfolie oder selbstklebende druchsichtige Bucheinbandfolie … damit war ich überhaupt nicht zufrieden. In letzter Zeit habe ich sie immer seltener benutzt

Aber jetzt kann ich wieder schöne Seifenblöcke giessen und nach Herzenslust marmorieren! Ohne Auslegefrust!

Die ersten beiden Werke sind schon entstanden. Fotos gibt es auch bald. Mit dem Schneiden hat es diesmal nämlich etwas länger gedauert, weil mir beide Seifen recht weich geraten sind. Bei der zweiten kein Wunder: Bei fast 50% Sesamöl, Ziegenmilch und demzufolge ohne Gelphase! Da habe ich bisher nur ein Probestückchen abgeschnitten. Die andere ist schon geschnitten. Die muss nur noch etwas trocknen und die Kanten beschnitten werden.
Und die nächste ist schon in Planung: mit Vetiver, Weizenbier und Tonerden.