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Endlich wieder: Seife!

Erinnert sich noch jemand, dass ich mal Seife gesiedet hab? Ja, ich tue es immer noch ;-): Mittlerweile ist die zweite Seife für dieses Jahr entstanden. Die erste zeige ich später mal, denn sie hängt zum Teil noch in den Formen fest (viel Olivenöl und Wasser …) und zum Teil handelt es sich um ein kleines Geheimprojekt, das erstmal noch unter Verschluss bleiben muss. Dabei hat die Nummer 1 aus 2011 schon einen Namen, während das zweite Werk noch namenlos ist. Vielleicht hat ja jemand eine Idee für mich?

Eine Premiere bei dieser Seife ist: Sie wird doppelt gebloggt.

Aber jetzt erstmal das Wichtigste: FOTOS!

Ein Detail des noch nicht zerschnittenen Bubble-Trays:
Bubbles

Und dann nochmal im Detail die verrückten Vögel:

Ich habe mal wieder einen Duft selbst gemischt, diesmal mit tatkräftiger Unterstützung des Herrn an meiner Seite. Der Duft ist frisch aber kräftig mit einem starken zitrussigen Fundament. Vom Duftcharakter her würde man wohl sagen ein Herrensommerduft, aber ich finde der geht immer und ganz sicher auch für die Damen der Schöpfung – zumindest für die, die kräftige und ein wenig herbe Düfte lieben.

Die Mischung besteht rein aus ätherischen Ölen:
15g Wacholder
13g Mandarine
8g Petit Grain
5g Fichte
2g Lemongras
knapp 1g Dill

Dafür ist die Fettzusammenstellung diesmal klassisch – um nicht zu sagen unspektakulär: Palm, Kokos, Olive und Raps.

Die Neue

.. ist ein Beweis dafür dass ich noch siede! Im Moment leider viel seltener als ich gerne würde, aber: Kommt Zeit kommt auch mehr Zeit (für viele neue Seifen und Experimente)!

Vor ein paar Wochen entstand eine Seife in Frühlingsfarben und in teils neuen flower-powerigen Formen.

Die Seife riecht geheimnisvoll, warm aber trotzdem auch frisch und frühlingshaft.
Je ca. 20% Olivenöl und Sheabutter, je 15% Traubenkernöl, Palmkernöl und Sesamöl, dazu noch Palmöl, Kakaobutter und Rizinusöl.
Nicht so minimalistisch wie bei einigen meiner letzten Seifen aber dafür lauter feine Sachen.
Diesmal war die Seife trotz Wasserreduktion dank der vielen sehr weichen Öle nach ziemlich weich und ließ sich nicht ohne vorherigen Aufenthalt in eisiger Tiefkühlkälte ausformen. Zumindest die auf dem Foto. Die 3D-Formen haben mich was das ausformen angeht hier ziemlich überrascht: Keinerlei Probleme und superglatte Seifen.

Weiße Pracht …

jetzt im Sommer? Nein, kein Schnee! Ich war weder am Nordpol noch habe ich die Winterfotos rausgekramt!
Ich habe eine ganz andere „weiße Pracht“ fotografiert. Am 31. Mai habe ich eine ganz pure unschnörkelige, unbeduftete, ungefärbte weiße Salzseife gesiedet. So sieht sie aus:

Erstaunlicherweise ist sie tatsächlich richtig weiß geworden. Beim Sieden war ich mir da nicht so sicher, der Seifenleim wurde nämlich beim Rühren plötzlich orange-rot. Nach einer kurzen Schrecksekunde war mir dann auch der Grund klar: Die Lauge habe ich mit wenige Stunden gefrorenem Zuckerwasser angerührt und die Fette nach dem Schmelzen kaum abkühlen lassen. Als dann beides zusammenkam war noch alles ganz normal. Nach kurzem Rühren hat sich dann die Wärme der Fettmischung ausgebreitet und der Zucker in der Lauge ist karamellisiert. Dank einer großen Portion weißem Kokosfett und der dreifachen Fettmenge an feinem Salz ist die Seife doch noch so schön weiß geworden – ganz ohne Farbstoff!
Da Salzseife, wurde sie natürlich in viele Einzelformen gefüllt, unter anderem auch ein paar neue Milky Way Formen und eine kleine weiße Schafherde.
Und dann konnte ich drei Wochen nicht ausformen! Meine Geduld hat das ganz schön strapaziert, aber den Seifen ist es natürlich zu gute gekommen, denn sie kamen quasi schon von selbst raus und haben eine superschöne glatte Oberfläche. Bei einem ersten Test schäumt ein Probestück sogar richtig gut! Und das bei einer Salzseife – wow! Vielleicht sollte ich den Salzseifenleim in Zukunft immer ein bisschen warm werden lassen!

Seifenbilder

Es ist mal wieder Zeit dafür! So einige Seifen, die nun schon seit ein paar Monaten reifen habe ich noch gar nicht richtig hier vorgestellt. Deswegen gibt es heute mal einen Seifenrundumschlag:

Sandelholzseife – Dezember 2007
Die hatte ich schon ganz nebenbei in meiner „Abhandlung“ zum Marmorieren gezeigt:

Beduftet mit naturidentischem Sandelholz- und Geraniumöl und schon Ende letzten Jahres gesiedet.

Viva Colonia – Januar 2008
Beim Ansetzen der Duftmischung habe ich mich zuerst an einem Kölnisch-Wasser-Rezept orientiert, aber dann wurde sie doch anders. Der Name ist geblieben. Der Duft setzt sich unter anderem zusammen aus: Bergamotte, Basilikum, Tangarine, Eichenmoos, Petit Grain. Insgesamt sehr frisch! Auf Wunsch einer einzelnen Dame 😉 die genaue Duftmischung:
19g Bergamotte n.i.
6g ÄÖ Basilikum
4g ÄÖ Tangarine
4g PÖ Oakmoss
4g ÄÖ Petit Grain
3,2g ÄÖ Zitrone
3,1g PÖ Orangenblüte
2,7g ÄÖ Blutorange
2,5g ÄÖ Mandarine
2,1g ÄÖ Palmarosa
0,4g ÄÖ schwarzer Pfeffer

Verseift habe ich Erdnuss-, Oliven-, Kokos- und Palmöl, sowie Kakao- und Sheabutter.
Einige Einzelförmchen, in die ich zunächst anders gefärbte Seifenmasse gestrichen habe und dann mit blauer Seifenmasse aufgefüllt:

Einen anderen Teil der Seifenmasse habe ich im Block marmoriert, Bilder davon waren schon im letzten Eintrag zu sehen:

Plumeria Seife – Januar 2008
Bei dieser Seife habe ich zunächst erst nur sehr wenig gerührt, da das Parfümöl zum schnellen Festwerden neigt. In der Form hat die Masse sich dann wieder getrennt. Alles zurück in den Topf, etwas Wasser dazu, fleissig mit dem Stabmixer gerührt, dann konnte ich die Masse sogar auch noch in Einzelformen füllen! Leider blieb sie durch das zusätzliche Wasser und das verwendete Sesamöl sehr lange weich und beim Fototermin waren die rosa und hellblauen Plumerias aus den Einzelformen noch nicht ausformbar.

Solemilchseife – Februar 2008
Diese Seife enthält Sole, sowie Schafsmilch- und Büffelmilchpulver, eine frisch-blumige Duftmischung und verseiftes Olivenöl (58%), Kokosöl und Sheabutter (je 16%), Sesamöl (6%) und Sonnenblumenöl (4%).

Rosenseife und Rula – April 2008
Diese beiden Seifen habe ich mal wieder mit meiner Schwester zusammen gesiedet:

Eine Rosenseife (welche von beiden das ist, ist ja nicht schwer zu erraten, oder? 😉 ), die leider ziemlich andickte, aber dennoch ist die Marmorierung ganz nett geworden finde ich. Und eine frische sehr seifig riechende Seife mit einer erprobten Duftmischung (da könnte ich mich wirklich reinlegen!) und viel filigranerer Marmorierung.
Beide Seifen entstanden aus der gleichen Seifenmasse. Die Unterschiede in der Marmorierung ergeben sich einfach daraus, dass die Rosenseife schnell und eher apfelmusartig fest wurde, da war ein klassisches Marmorieren nicht wirklich möglich, das war eher ein Klecksen der verschiedenen Farben in die Form. Die rote Lebensmittelfarbe, die wir bei dieser Seife verwendet haben neigt auch eher dazu die Marmorierung eher schwammig aussehen zu lassen. Aber für mich passt das absolut zur Rosenseife dazu! Meine letzte sah auch so aus 🙂
Die andere Seifenmasse blieb zwar auch nicht vorbildlich flüssig, aber wurde eher sachte und so wie man es sich eben vorstellt puddingartig, so war das Marmorieren doch erheblich einfacher und im Ergebnis auch ganz anders.

Bienchen und Blümchen Seife

Neue Seifenformen haben nicht nur in meiner Hexenküche Einzug gehalten, sondern sind auch im Seifenformen-Shop erhältlich. Und sie kamen grade rechtzeitig für meine „Bienchen und Blümchen Seife“:

Die Seife besteht aus verseiftem Rapsöl, Kokosfett, Palmfett, Sheabutter, Mandelöl, Traubenkernöl, Kakaobutter und Bienenwachs. Weitere Inhaltsstoffe sind Blütenpollen und Honig. Außerdem ein starker Tee aus verschiedenen Blüten – die Blümchen eben: Holunderblüten, Ringelblumenblüten, Kornblumen, Lavendelblüten, Schlehenblüten und Malvenblüten.

Keinerlei Farben und Duftstoffe! Und trotzdem riecht die Seife sehr intensiv durch den Tee und die Blütenpollen. Und mit der Farbe bin ich auch richtig glücklich: wenn das mal nicht honigfarben ist.

Der Honig stammt aus dem Saarland, den habe ich von einer lieben Neu-Siederin bekommen, der ich im Oktober das Seife Sieden gezeigt habe. Das war schon die dritte Seifenlehrstunde in meiner Küche und es macht immer wieder Spaß bei einer „ersten Seife“ dabeizusein!