Artikel-Schlagworte: „seifenrezept“

Lieblingsfarbe – diesmal unbeabsichtigt

Die erste Seife in diesem Jahr ist ein fast ganz klassisches Viertelrezept:

  • 25% Kokosfett
  • 25% Palmfett
  • 25% Olivenöl
  • 25% Erdnußöl

Eigentlich sollte die Seife blau werden, aber ich schätze ich war viel zu sparsam mit dem Pigment Ultramarinblau. Durch die Mischung mit den Fetten ist es immerhin ein schönes Grün geworden, und gegen meine Lieblingsfarbe kann ich ja nix einzuwenden haben! 😉

Beduftet mit einer frisch-herben Mischung aus Parfümölen und ansonsten ganz unspektakulär und nicht marmoriert, da ich die neuen Kudos-Stempel für den Shop ausprobieren wollte. Das hier sind  meine derzeitigen Lieblingsmotive:

 

Und dann ist gleich noch eine zweite Seife entstanden: Blumig und frühlingshaft! Aber dazu ein andermal mehr!

Ein Hauch von rosa ist noch da.

Aber nur ein Hauch. Den Namen „Rosa Schweinchen“ hat sie sich damit nun nicht verdient. Obwohl der zu den Inhaltsstoffen schon passen würde …

Verseift habe ich Kokosfett, Erdnussöl, Schweineschmalz, Rapsöl, Palmfett und Sesamöl und beduftet diesmal ganz ohne wilde Mischung sondern einfach nur mit einem Parfümöl, das so ähnlich wie die weltbekannte Creme in der blauen Dose riecht.

Neben dieser Trayform konnte ich noch ein paar Einzelformen füllen bevor der Seifenleim zu dick wurde. Ich wusste ja, dass das Parfümöl nicht einfach zu handhaben ist, so habe ich gleich viel Wasser dazugegeben und den Leim ganz ordentlich in die Formen bekommen, nur ein paar kleine Luftbläschen sind zu sehen.

Ich hatte das große Vergnügen neue Silikonformen für den Shop zu testen. Leider auch hier wieder einige Luftbläschen. Aber die Form ist soooo schön, da machen mir auch die wenigen kleinen Löcher nichts aus.

Und nicht nur die Motive, auch das Ausformen ist einfach ein Traum, auch bei extrem weichen Seifen die in anderen Formen hartnäckig festhängen. Nein, nicht diese hier, die ging mit Einsatz des Gefrierfaches ganz gut raus, aber die hier schon erwähnte erste Seife des Jahres hing hartnäckig fest – trotz einfrieren – nur aus dieser rosigen Herzform ließ sie sich spielend leicht ausformen.

 

Freesia

Sie riecht frisch, blumig und grün. Dazu passend auch die Farbe: Grün! (Außerdem passt die Seife so auch wunderbar in diese Seite rein, oder?)

Ich habe gleich eine große Menge gesiedet und zwei Seifenblöcke gegossen. In die größere Blockform habe ich lange cremeweiße Seifenstangen eingebettet. Die Seifenstangen stammen von der Seife „Adam & Eva“. Davon hatte ich einen Teil des weißen Seifenleims in eine Blockform gegossen. Diesen Block habe ich dann der Länge nach in Stangen geschnitten. Das Einbetten hat hier trotz der langen Lagerzeit sehr gut funktioniert, denn Adam & Eva ist eine eher weiche Seife und ich habe den Block erst vor dem Sieden von Freesia in Stangen geschnitten und nochmal mit Wasser angefeuchtet, so haben sich neue und alte Seife gut verbunden.
In eine zweite kleinere Blockform habe ich eine Schicht-Konfettiseife gegossen: Oben und unten je eine dünne Schicht hellgrüne Seifenmasse und in der Mitte die dunkler grüne Seifenmasse mit einer ganzen Menge „Seifenschnipseln“ vermischt. Diese Stücke habe ich zum Teil mit dem Wellenschneider geschnitten. Der ist mittlerweile übrigens auch im Shop zu haben.

Beim Rezept habe ich mich diesmal auf 4 Öle beschränkt: 35% Rapsöl (z.T. kaltgepresst, leider leider hat mein Vorrat nicht mehr ganz gereicht, so habe ich noch raffiniertes dazugegeben. Seit Fruchtwucht bin ich nämlich ein großer Fan von kaltgepresstem Rapsöl in Seife!), 30% Palmöl, 25% Kokosöl, 10% Jojobaöl. 8% überfettet.

Seifenbilder

Es ist mal wieder Zeit dafür! So einige Seifen, die nun schon seit ein paar Monaten reifen habe ich noch gar nicht richtig hier vorgestellt. Deswegen gibt es heute mal einen Seifenrundumschlag:

Sandelholzseife – Dezember 2007
Die hatte ich schon ganz nebenbei in meiner „Abhandlung“ zum Marmorieren gezeigt:

Beduftet mit naturidentischem Sandelholz- und Geraniumöl und schon Ende letzten Jahres gesiedet.

Viva Colonia – Januar 2008
Beim Ansetzen der Duftmischung habe ich mich zuerst an einem Kölnisch-Wasser-Rezept orientiert, aber dann wurde sie doch anders. Der Name ist geblieben. Der Duft setzt sich unter anderem zusammen aus: Bergamotte, Basilikum, Tangarine, Eichenmoos, Petit Grain. Insgesamt sehr frisch! Auf Wunsch einer einzelnen Dame 😉 die genaue Duftmischung:
19g Bergamotte n.i.
6g ÄÖ Basilikum
4g ÄÖ Tangarine
4g PÖ Oakmoss
4g ÄÖ Petit Grain
3,2g ÄÖ Zitrone
3,1g PÖ Orangenblüte
2,7g ÄÖ Blutorange
2,5g ÄÖ Mandarine
2,1g ÄÖ Palmarosa
0,4g ÄÖ schwarzer Pfeffer

Verseift habe ich Erdnuss-, Oliven-, Kokos- und Palmöl, sowie Kakao- und Sheabutter.
Einige Einzelförmchen, in die ich zunächst anders gefärbte Seifenmasse gestrichen habe und dann mit blauer Seifenmasse aufgefüllt:

Einen anderen Teil der Seifenmasse habe ich im Block marmoriert, Bilder davon waren schon im letzten Eintrag zu sehen:

Plumeria Seife – Januar 2008
Bei dieser Seife habe ich zunächst erst nur sehr wenig gerührt, da das Parfümöl zum schnellen Festwerden neigt. In der Form hat die Masse sich dann wieder getrennt. Alles zurück in den Topf, etwas Wasser dazu, fleissig mit dem Stabmixer gerührt, dann konnte ich die Masse sogar auch noch in Einzelformen füllen! Leider blieb sie durch das zusätzliche Wasser und das verwendete Sesamöl sehr lange weich und beim Fototermin waren die rosa und hellblauen Plumerias aus den Einzelformen noch nicht ausformbar.

Solemilchseife – Februar 2008
Diese Seife enthält Sole, sowie Schafsmilch- und Büffelmilchpulver, eine frisch-blumige Duftmischung und verseiftes Olivenöl (58%), Kokosöl und Sheabutter (je 16%), Sesamöl (6%) und Sonnenblumenöl (4%).

Rosenseife und Rula – April 2008
Diese beiden Seifen habe ich mal wieder mit meiner Schwester zusammen gesiedet:

Eine Rosenseife (welche von beiden das ist, ist ja nicht schwer zu erraten, oder? 😉 ), die leider ziemlich andickte, aber dennoch ist die Marmorierung ganz nett geworden finde ich. Und eine frische sehr seifig riechende Seife mit einer erprobten Duftmischung (da könnte ich mich wirklich reinlegen!) und viel filigranerer Marmorierung.
Beide Seifen entstanden aus der gleichen Seifenmasse. Die Unterschiede in der Marmorierung ergeben sich einfach daraus, dass die Rosenseife schnell und eher apfelmusartig fest wurde, da war ein klassisches Marmorieren nicht wirklich möglich, das war eher ein Klecksen der verschiedenen Farben in die Form. Die rote Lebensmittelfarbe, die wir bei dieser Seife verwendet haben neigt auch eher dazu die Marmorierung eher schwammig aussehen zu lassen. Aber für mich passt das absolut zur Rosenseife dazu! Meine letzte sah auch so aus 🙂
Die andere Seifenmasse blieb zwar auch nicht vorbildlich flüssig, aber wurde eher sachte und so wie man es sich eben vorstellt puddingartig, so war das Marmorieren doch erheblich einfacher und im Ergebnis auch ganz anders.

Namenssuche für eine dunkle Schönheit

Diese Seife ist schon am Nikolaustag entstanden (ich bin leider auch etwas hintendran mit meinen Seifenfotos …). Durch meine Färbeversuche mit rosa und roter Tonerde ließ sie sich nicht beeindrucken. Allein Titandioxid ließ sie zum Teil vornehm erblassen.

Das Geheimnis ihrer dunklen Farbe liegt in ihrem Duft – schwer und mysteriös: Frank’n Myrrh, Lavandin und Honey Milk. Jeweils ca. 20% Raps-, Kokos- und Olivenöl, je ca. 15% Shea Butter und Palmöl und 8% Kakaobutter sind die weiteren Zutaten.

Jetzt fehlt mir nur noch ein Name! Vielleicht hat ja jemand von Euch eine Idee? Es gibt nur eine Vorgabe: Englische Namen mag ich nicht so gern. Aber es gibt auch einen Preis: Ein Stück dieser Seife für den schönsten Namensvorschlag. Die Auswahl ist natürlich rein subjektiv 🙂 Beschwerden bitte direkt zu mir 😉

Superweiche Seife mag ich ja gar nicht

und trotzdem ist es passiert.
So eine weiche Seife habe ich wirklich schon lange nicht mehr fabriziert … seit der 1Öl-Traubenkernölseife oder so. Aber das Rezept an sich ist traumhaft, wenn man sich ein bisschen bei der Zugabe der Ziegenmilch zügelt:
48% Sesamöl
je 22% Kokos- und Palmöl
8% Sojaöl
Und der Vorteil an Seife, die nicht andicken will liegt klar und deutlich am größeren Zeitfenster fürs Marmorieren:

Duftmischung:
27g ÄÖ Lavendel
18g ÄÖ Fenchel
11g ä. Hoöl
4g ÄÖ Zitrone
2g Benzoeextrakt
36 Tropfen ÄÖ Patchouli

Der Duft muss sich noch ein wenig entwickeln, aber ich glaube, der wird klasse!

Pünktchen und Anton

… habe ich nie gelesen, aber bei meiner Pünktchenseife ist mir dieser Buchtitel gleich eingefallen. Drum heißt sie nun so.
Leider ist sie nicht so ganz gelungen. Die Farbe gefällt mir nicht, sie sollte eigentlich strahlend gelb sein, eher so zitronen-sonnengelb. Nun ist sie leider irgendwie dunkel-schmutzig-gelb und ich habe auch den Eindruck, dass die Farbe auch schon anfängt zu verblassen. Aber die Pünktchen gefallen mir 🙂
Die Farbe ist übrigens die Pflanzenfarbe „Safran“. Und außerdem kommt es ja auch noch auf die inneren Werte an, oder nicht!?
Und die können sich sehen lassen: Verseiftes Reiskeimöl, Macadamianußöl, Palmöl, Kokosnussöl, Kakaobutter, Rizinusöl und Bienenwachs.

Hafer, Milch und Honig

… fast schon ein Seifenklassiker 😉 Und auch noch ein Nachtrag aus dem Juli.

255g Rapsöl
245g Kakaobutter
222g Palmkernöl
205g Palmöl
100g Sojaöl
56g Rizinusöl
49g Macadamianußöl
24g Bienenwachs gelb
23g Lanolin
20g Arganöl, geröstet

Ziegenmilch
Honig
Haferflocken

Einen Teil (die hellere Seife ) habe ich unbeduftet gelassen. Den Rest habe ich mit HMH und Honey Milk beduftet und versucht mit Cosnaderms Sahne-Karamell, das ja bekanntlich dunkelbraun wird, zu marmorieren, aber das ist nicht sooo gut gelungen. Es ist auch verdammt schwierig, wenn zum Zeitpunkt des Marmorierens noch alles die gleiche Farbe hat. 😉 Das muss ich unbedingt nochmal üben! Vielleicht mit dem PÖ Frank ’n Myrrh, das ich neulich bekommen habe. Das soll auch braun werden … riecht aber unglaublich gut!

Grünes Seifenwunder

Genau das habe ich mit dieser Konfettiseife erlebt.

Eigentlich sollte sie ja cremefarben werden, deshalb habe ich die Seifenmasse mit weißer Tonerde und Titandioxid eingefärbt. Doch beim Aufschneiden erlebete ich mein grünes Wunder: Ein strahlendes hellgrün! Daran Schuld waren wohl das grüne Avocadoöl und ein Stück pürierte Gurke. Die Farbe kommt also nicht von ungefähr, aber doch etwas überraschend. Leider bleicht sie aber mit der Zeit aus, wie schade!

Beduftet mit PÖ Pineapple Cilantro und Honeydew Melon. Dazu noch eine ganze Menge bunte Seifenschnipsel, so dass die Seife jetzt etwas undefinierbar aber sehr angenehm seifig-frisch und leicht fruchtig riecht.

22% Rapsöl
22% Palmfett
18% Kokosfett
14% Avocadoöl
11% Shea
7% Kakaobutter
6% Rizinus
Zucker
Alles in allem eine superschön und reichlich schäumende Seife, die trotz „nur“ 7% Überfettung angenehm pflegend ist.

Aus der gleichen Masse entstand eine (auch noch namenlose – Vorschläge sind sehr willkommen!) „Männerseife“:

Duftmischung:
5g PÖ Cool water
5g Zedernholzöl
4g Hoöl
3g PÖ Marine Aktiv
2g PÖ Osmanthus

Salzseife

Salzseife besteht aus viel mehr Salz als Seife und sorgt dadurch für ein tolles Hautgefühl! Da die letzten beiden Portionen sich schon dem Ende zuneigen bzw. mittlerweile schon aufgebraucht sind musste ich nachsieden. Zudem schäumt Salzseife an sich nicht so gut, das soll sich durch längere Lagerung bessern, deshalb habe ich diesmal gleich 4kg gesiedet – das sollte eine gewisse Zeit lang vorhalten!

1000g Kokosfett
50g Rizinusöl
100g Zucker
3000g Salz (grobes und feines Speisesalz)

Damit es nicht zu langweilig wird sind es 3 verschiedene Duftrichtungen geworden:
1. unbeduftet … und so schön weiß!
2. Geranium-Fichte
3. Teebaum-Orange-Lavendel