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Arbeitstitel Vetiver-Seife

Meine neueste Seife ist eine Soleseife. In der Duftmischung befindet sich ein großer Anteil an ätherischem Vetiveröl, deshalb erstmal dieser Arbeitstitel. Ein klein wenig geärgert hat mich die seife schon, denn in den Formen bildete sich um die Seifenstücke herum eine salzig-laugige Flüssigkeit, ich musste die Seifen nach dem Ausformen erstmal trockenlegen. So ganz klappte das bei den zum Teil vielen kleinen Vertiefungen nicht, so dass an diesen Stellen nun Salzkristalle die Seife zieren.

Mein Versuch, beim Arabesque-Tray, der hier zu sehen ist genauso vorzugehen wie beim Bubbles-Tray letztens ist leider nicht so gut gelungen. Diesmal habe ich nicht lange genug gewartet bis die weiße Masse in den Vertiefungen fest wurde.

Aber erstmal ein kleiner Blick ins Trockenregal:

Und zum Schluss, damit ihr nicht den Eindruck bekommt ich wäre total gefrustet von meiner Seife 😉

Die Farbe gefällt mir gut: Rosa Tonerde kombiniert mit sehr hellen und allenfalls leicht gelblichen Ölen (kein Olivenöl diesmal). Und die Duftmischung mag ich auch, aber das ist kein Wunder, denn da ist neben Vetiver auch ne Menge ätherisches Fenchelöl – eines meiner liebsten ÄÖs – drin:

22g ÄÖ Vetiver
16g ÄÖ Fenchel
4g ÄÖ Elemi
4g ÄÖ Blutorange
4g ÄÖ Palmarosa
3g ÄÖ Lavendel
2g ÄÖ Coriander

Schwimmseife???

Da hab ich doch wohl tatsächlich eine Schwimmseife produziert! Und das obwohl ich das gar nicht wollte, ich kann mir auch gar nicht erklären wie das passiert ist!

Aber mal von Anfang an:
Ich wollte wieder eine Soleseife sieden. Auch wieder im Block, nur diesmal wollte ich die Seife wirklich ganz früh schneiden. Irgendetwas ist mir dazwischen gekommen und ich hab’s vergessen. Also ist mir wieder das gleiche passiert wie bei der letzten Soleseife:

Die nächste Soleseife kommt auf jeden fall in Einzelförmchen, da führt kein Weg dran vorbei, so ein Desaster will ich mir nicht nochmal antun. Soleschäfchen, das wär‘ doch was?

Aber jetzt erst mal zu dieser Seife hier. Sie heißt ganz schlicht und einfach Fichtennadelseife – und so riecht sie auch. Die Seife besteht aus viel Olivenöl sowie Kokos- und Palmfett, und schäumte erst (ich habe sie schon Anfang Dezember gesiedet) verhalten, aber jetzt wird es schon besser und der Schaum ist wunderbar seidig und cremig.
Wenigstens kann sie mit ein paar „inneren Werten“ auftrumpfen wenn das Aussehen schon zu wünschen übrig lässt.

Auf jeden Fall kam mir die Seife von Beginn an recht leicht vor, jetzt habe ich endlich den Schwimmtest gemacht: Sie schwimmt tatsächlich! Ich habe keinerlei Ahnung warum, denn ich habe ganz normal mit dem Stabmixer gerührt, und mir ist auch nicht bewusst, dass ich besonders viel Luft hineingerührt hätte. Das einzige „Ungewöhnliche“ war, dass ich den Seifenleim in noch sehr flüssigem Zustand in die Form gegossen habe.
Aber ich will mich ja gar nicht beschweren über meine erste Schwimmseife 🙂

So ein schöner Seifenblock und dann das …

Diese Seife war eine doppelte Premiere für mich: Das erste Mal habe ich Schweineschmalz verseift und das erste Mal Sole zum Anrühren der Lauge verwendet.
Der Block direkt nach dem Ausformen: Superglatt, schön fest und die Marmorierung scheint auch gelungen.

Ich freue mich schon aufs Anschneiden und bin gespannt darauf wie die Marmorierung rauskommt, und dann das:

Es stellt sich heraus, dass diese Seife noch eine dritte Premiere für mich bereit hält: Das erste Mal zerbröckelt mir eine Seife dermaßen beim Schneiden. Schuld daran ist mit Sicherheit das viele Salz. Und ich hätte wohl früher schneiden müssen.

Die Stücke die man noch guten Gewissens als Seifenstücke bezeichnen kann sehen recht rustikal aus und sind gezwungenermaßen recht dick, da die dünner geschnittenen Stücke regelrecht auseinandergebröselt sind. Da fällt die Wahl des Namens nicht schwer: Solebrocken wird sie heißen.