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Vier Nüsse für Aschenbrödel

Botaniker bitte ein bis zwei Augen zudrücken – ich weiß, dass das nicht alles echte Nüsse bzw. Nussöle sind:
37% Erdnussöl
26% Kokosnussfett
23% Haselnussöl
14% Walnussöl
Wenig Flüssigkeit – alles Sole und Kokos-PÖ.
Titandioxid, das vergebens versuchte gegen die einsetzende Bräunung durch das PÖ anzukämpfen und tapfere rote Lebensmittelfarbe die sich in Form eines schönen Altrosa am Ende immerhin durchsetzen konnte.
Topfmarmorierung mit noch sehr flüssiger Seifenmasse.
Am Anfang sahen die Seifenstücke noch wie riesige Erdbeer-Sahne-Bonbons aus, mittlerweile sind sie auch nach dem Foto nochmal nachgedunkelt durch das PÖ und haben einen märchenhaften (?) altrosa-bräunlich-grau Touch.

Die Seife ist nun schon zwei Monate alt. Nach dem ersten Anwaschen gestern (man lernt wirklich Geduld als Seifensiederin – abgesehen davon dass ich grad eh so viel um die Ohren habe dass ich leider nicht so viel Zeit für meine Seifen übrig habe) bin ich sehr begeistert: Die Seife ist schön fest und formstabil, nach dem ersten Anwaschen sind noch alle Muster und Konturen des Motivs deutlich zu sehen und die Seife entwickelt irgendwie einen eigenartigen sehr schönen matten „Glanz“ nachdem sie wieder getrocknet ist.

Diesen Glanz würde ich mal dem enthaltenen Haselnussöl zuschreiben. Die Punkte für die Formstabilität und das sehr einfach Ausformen bzw. fast schon „aus der Form fallen“ trotz vieler flüssiger Öle gehen ganz klar an die Sole und die reduzierte Flüssigkeitsmenge.
Ich bin schon richtiger Sole-Fan! Nach meinen beiden Soleseifenschneidedesastern ist Sole mein Favorit geworden für Einzelformenseife die aufgrund der verwendeten Öle ein schwieriges Ausformen verheißt. Mit Sole kann quasi nix mehr passieren.

Von Horror und Umzugswagen

Was hat das miteinander zu tun? Ja, ok, manchmal schon recht viel, aber ich will hier keine Horrorgeschichte irgendeines Umzugs erzählen. Eigentlich geht es (fast) nur um schöne Sachen, und vor allem, es geht zur Abwechslung mal wieder ums Nähen.

Angefangen hat die ganze Geschichte Mitte Oktober beim Forumstreffen von kreativtausch.de. Da habe ich mir nämlich von Martina wunderschöne mit Naturfarben handgefärbte Sockenwollstränge ertauscht. An einem Sockenpaar stricke ich noch … hin und wieder … eigentlich bin ich noch beim ersten Socken, aber die Ferse hab ich schon hinter mir … aber bei Schuhgröße 42/43 hab ich auch noch ein gutes Stück vor mir. Und weil ich ja weiß, dass ich eine halbe Ewigkeit für ein Paar Socken brauche habe ich mit einem Paar direkt Siggi, die Turbosockenstrickerin beauftragt. Pünktlich an Halloween kam schon das Paket mit den Socken und … Horror! Mein erstes Horrorwichtelpaket!

Vorne, das braune, das sind die Socken, auch wenn sie nicht so aussehen. Das Muster fand ich schon immer total witzig, am Fuß sieht es übrigens ganz normal aus! Ja, und dahinter dann der Horror! Aber ich glaube, Siggi wollte mich schonen, denn so schlimm ist es doch nicht, oder? Ok, Das Salzteig- und das Windowcolorbuch sind schon ziemlich gruselig! Aber die Stoffe sind ganz nett und den Tee hab ich schon erfolgreich weiterverschenkt, aber nur wegen dem Zimt darin, das ist nämlich für mich ganz schlimmer Horror!
Die Sockenwolle heißt übrigens „Tigerauge“, ist 100% Merino und mit Walnußschalen gefärbt. Herrlich!
Martina, Du musst Dir bei Gelegenheit mal überlegen, was Du von mir für die Wolle haben möchtest, nicht vergessen, gell!

Bei Siggi musste ich mich ja angemessen revanchieren. Also habe ich ihr eine selbstgenähte Tasche à la Umzugswagen angeboten. (Danke an meine Schwester für den netten Namen für das Taschenmodell!) Das ist eine Einkaufstasche, die in etwa so viel Stauraum hat wie ein kleinerer Umzugswagen, aber dabei viel schicker aussieht 😉 und sich auch noch bequem über der Schulter tragen lässt!
Die musste erst noch genäht werden, und dann wollte der Horror dazu noch gründlich ausgesucht werden. So hat Siggi ihr Päckchen erst im neuen Jahr bekommen. Aber ich denke, sie hat es ganz gut verkraftet! Bilder von dem Horror, den ich für Siggi eingepackt hab sieht ihr nur bei ihr, ich bin froh, dass ich das Zeug los bin und zeige hier nur das schöne!
Siggis Umzugswagen im Hintergrund gewaltiges Nähchaos etwas Nähchaos und einige einfache Einkaufstaschen, die als Weihnachtsgeschenkeverpackung und Geschenk gleichzeitig dienten:

An diesem Stoff konnte ich nicht vorbei, deshalb noch ein Detail:

Daneben ist auch noch ein Umzugswagen in grün entstanden, den ich mittlerweile seiner Namensgeberin geschenkt habe:

Und hier auch nochmal ein Detail:

Aber das war nicht alles, was ich vor Weihnachten genäht habe. Es sind noch ein paar Sachen da, die ich dann doch nicht verschenkt habe .. müsste ich nur mal fotografieren … lasst euch einfach überraschen.

Vollmilch-Nuss im Detail

Hier ist sie nun geschnitten und ausgeformt, meine Vollmilch-Nuss Seife:

Man sieht auf diesem Bild ganz schön, welche Seifenstücke warm geworden sind und eine Gelphase hatten, nämlich rechts oben die Seife aus dem Block und links unten aus der Aloha-Einzelform. Eigentlich wollte ich ja die Seife nicht gelen lassen, aber dann ist sie von alleine schon warm geworden und ich habe sie dann noch warm eingepackt, denn halb gegelte Seife mag ich ja gar nicht. Auch die größeren Einzelformen sind von selbst noch recht warm geworden, nur die kleinen Nikolaus- und Glockenformen nicht.
Ja, ich lasse auch Milchseifen warm werden und gelen und ich habe noch keine schlechten Erfahrungen damit gemacht! Den einzigen „Makel“ den ich bisher feststellen konnte ist eben die dunklere Farbe. Wenn ich das gar nicht möchte dann weiche ich auf Einzelförmchen aus und arbeite sehr kalt, d.h. ich lasse die Fette auch sehr stark abkühlen. Milchlauge ist bei mir eh immer sehr kalt.
Schade dass ich kein Foto des Seifenleims gemacht habe, denn der sah noch ganz anders aus als die fertige Seife! Die gemahlenen Walnüsse wurden erst nach circa 3 Stunden so dunkel. Vorher waren sie so hell wie gemahlene Walnüsse eben sind und man konnte sie kaum in der Seife erkennen. Aber mit diesen Walnusspünktchen sieht die Seife eh viel interessanter aus.

Vollmilch-Nuss

Grade mal 24 Stunden alt ist meine neueste Seife:

Verseifte Fette: Kakaobutter, Palmfett, Kokosfett, Walnußöl (ziemlich viel), Macadamianußöl (dito) und Bienenwachs. Dann noch Ziegenmilch und sehr fein gemahlene Walnüße. Sonst nichts.
Die Seife in der Blockform ist recht warm geworden. Sie riecht noch ein wenig eigenartig, wie frische Ziegenmilchseifen halt, aber schon sehr deutlich nussig!
Ansonsten ist sie unbeduftet, was ich ja recht selten mache, aber hier musste es einfach so sein. Demnächst wird noch eine unbeduftete Bienenseife folgen, die dann hoffentlich auch richtig gut riechen wird.